Sport­pädagoge/-pädagogin

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Sportpädagoge

Tätigkeitsfeld:

Sportunterricht

Abgeschlossenes Studium in:

Sport, Erlebnis und Bewegung

BERUFENET:

Sportpädagoge/-pädagogin

Besonders bei den ganz Kleinen ist viel Empathie und Geduld nötig.

HipHop für die Gesundheit

Mark Gerowski (33) vermittelt Kindern und Jugendlichen Spaß an Tanz und Bewegung. Der Sportpädagoge bietet seine Kurse im eigenen Tanzcenter an, das er gleich nach seinem Studium gegründet hat.

Spielerische Bewegungsangebote für Drei- bis Fünfjährige, Breakdance und HipHop für Jugendliche – Mark Gerowski weiß, wie er die jungen Kunden seines Tanzstudios zu sportlicher Betätigung und einem gesundheitsfördernden Verhalten animieren kann. Der Sportpädagoge hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln den Bachelorstudiengang Sport, Erlebnis und Bewegung absolviert. Anschließend gründete er zusammen mit einem Kollegen, einem erfahrenen Tanzlehrer, das „Bodylanguage Dancecenter“ in Dortmund. Unter anderem unterrichtet der 33-Jährige dort Jugendliche im HipHop-Tanz. Für die jüngeren Tanzinteressierten bietet er nicht nur Bewegungskurse im eigenen Studio an, sondern kommt auch an Kitas und Schulen, wo er Arbeitsgruppen und Projektwochen leitet, in denen Tanz und Bewegung im Zentrum stehen.

Vor dem Tanz kommen die Regeln

„Besonders bei den ganz Kleinen ist viel Empathie und Geduld nötig“, sagt Mark Gerowski. Zu Beginn eines jeden Kurses macht er die Kinder zunächst mit den Regeln vertraut – die sind nötig, damit sie später gemeinsam an neuen Bewegungsformen arbeiten können. Häufig setzt er dabei Spiele ein, bei denen die Kindergarten- und Grundschulkinder zu zweit oder zu dritt Aufgaben lösen müssen und sich so zugleich an die neue Gruppensituation gewöhnen können. „In die Kurse kommen immer wieder auch Kinder, die aufgrund ihrer häuslichen Situation belastet sind, zum Beispiel, weil sie die Trennung der Eltern verkraften müssen“, sagt der Sportpädagoge. „Ist eine Beziehung aufgebaut, gelingt es manchmal, die Kinder durch das Bewegungsangebot ein Stück weit aufzufangen.“

Jede Stunde hat ein Ziel

Seine Aufgabe sieht Marc Gerowski darin, Kinder und Jugendliche so anzuleiten, dass sie ihr vorhandenes Potenzial entfalten können. Jede Trainingseinheit hat festgelegte Ziele. „Das Ziel einer Stunde kann zum Beispiel sein, das Gleichgewichtsgefühl der Kinder zu stärken“, erzählt er. „In anderen Stunden sollen sie eine bestimmte Bewegungsabfolge sicher beherrschen lernen oder die Qualität ihrer Bewegungen verbessern.“

Ein Ansporn ist es für seine Schüler, wenn sie vor Publikum vorführen dürfen, was sie gelernt haben, etwa bei Stadtfesten. Zu den Aufgaben des Sportpädagogen gehört es, Organisationsgespräche mit Veranstaltern solcher Events zu führen und auch die Eltern der Kinder einzubeziehen. Gespräche mit den Eltern sind auch dann notwendig, wenn er bei seinen Schützlingen Haltungsschäden oder Einschränkungen in der Bewegungsfähigkeit beobachtet.

Nach dem Studium gab es für Mark Gerowski verschiedene berufliche Optionen. „Einige meiner ehemaligen Kommilitonen arbeiten inzwischen zum Beispiel bei großen Unternehmen und überprüfen Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten, andere sind als Personal Trainer tätig“, sagt er. Neben der Leitung des eigenen Unternehmens kann er sich für seine berufliche Zukunft weitere Möglichkeiten vorstellen: „Denkbar ist für mich, noch den Master zu machen und zu promovieren und in der sportwissenschaftlichen Lehre zu arbeiten.“ <<

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