Sport­lehrer/in – Reha­bilitation/­Behinderten­sport; Sport­wissen­schaftler/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Sportlehrer Rehabilitationssport

Tätigkeitsfelder:

Gesundheitsberatung, -förderung; Sportunterricht

Abgeschlossenes Studium in:

Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation

BERUFENET:

Sportlehrer/in – Rehabilitation/Behindertensport; Sportwissenschaftler/in

Es ist schön zu sehen, welche Fortschritte die Menschen machen, und wie ihnen ganz alltägliche Bewegungen wieder leichterfallen.

Mit Sport zurück ins Leben

Sören Schneider (28) hilft kranken Menschen, wieder Freude an der Bewegung zu finden. Der Sportlehrer ist auf den Bereich Rehabilitation spezialisiert.

Sport hat in Sören Schneiders Leben immer eine große Rolle gespielt. „Ich war früher auf einem Volleyballinternat, habe Volleyball in der ersten und zweiten Liga gespielt.“ Doch leben konnte er von der Sportart nicht. „Ich habe es dann zunächst mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften probiert – aber das war nicht meins.“ Also entschied er sich doch für das naheliegende Fach und studierte Sportwissenschaft. Zunächst in Frankfurt, später in Heidelberg. Dort dann mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation.

Nebenher spielte er weiterhin Volleyball. „Irgendwann fragte mich der Trainer der Damenmannschaft in Sinsheim, ob ich nicht Lust hätte, als Co-Trainer anzufangen.“ Also wechselte Sören Schneider die Seiten und knüpfte in der Zeit auch Kontakte zu Physiotherapeuten, die die Volleyballspieler betreuten. „Die wussten, dass ich mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation studierte. Und da sie ein Gesundheitszentrum eröffnen wollten, kamen sie auf mich zu.“

Medizinische Trainingstherapie

So fing Sören Schneider schon während des Studiums an, im Gesundheitszentrum Reha-Med in Sinsheim zu arbeiten. „Ich habe mich auch weitergebildet. Beispielsweise habe ich einen Kurs in Medical Nordic Walking gemacht, die Rückenschullizenz und die Fitnesstrainer-B-Lizenz erworben“. Seine Bachelorarbeit schrieb er ebenfalls über ein praktisches Thema: Er untersuchte die Wirksamkeit eines Trainingsgeräts, das etwa Schlaganfall- und Rückenschmerzpatienten helfen soll, Muskulatur aufzubauen und die Körperkoordination zu verbessern.

Im Gesundheitszentrum ist Sören Schneider heute für die medizinische Trainingstherapie verantwortlich. „Zu uns kommen ganz unterschiedliche Menschen, von 16 bis 90 Jahren ist alles dabei“, sagt der 28-Jährige. Er betreut Patienten, die einen Kreuzbandriss hatten oder einen Bandscheibenvorfall, die sich beim Sport eine Schulter ausgekugelt oder erst vor Kurzem eine künstliche Hüftprothese bekommen haben. Auch Schlaganfallpatienten sind darunter und viele Patienten mit Rückenschmerzen.

Individuelles Training

Für jeden stellt Sören Schneider einen individuellen Trainingsplan auf. „Zu Beginn steht immer die Anamnese. Ich schaue also, wo die Probleme liegen, welche Bewegungen Schmerzen bereiten.“ Dabei gleiche kein Patient dem anderen. „Mit einem aktiven Sportler, der eine Verletzung auskuriert, kann ich natürlich anders trainieren als mit einem 70-Jährigen mit einer neuen Hüfte.“ Den direkten Kontakt mit den Menschen schätzt Sören Schneider an seinem Beruf. „Es ist auch schön zu sehen, welche Fortschritte sie machen und wie ihnen ganz alltägliche Bewegungen wieder leichterfallen.”

„Für den Beruf muss man auf jeden Fall auf unterschiedliche Menschen eingehen können. Und natürlich ist es von Vorteil, wenn man sportlich ist“, sagt Sören Schneider. Zudem sollte man sich stetig weiterbilden. „Nächstes Ziel ist für mich die A-Lizenz als Fitnesstrainer“, sagt er. So habe er auch die Option, sich eventuell mal als Personal Trainer selbstständig zu machen. „Aber ich will auf jeden Fall weiterhin im therapeutischen Bereich tätig sein.“ <<

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