Sozial­versicherungs­fach­angestellte/r

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Sachbearbeiterin

BERUFENET:

Sozialversicherungsfachangestellte/r

Ich halte zum Beispiel Präsentationen rund um das Sozialrecht.

Versicherungsspezialistin mit Potenzial

Welche Beiträge fallen für die Beschäftigten an, wenn eine Firma gegründet werden soll? Hier weiß Franziska Vetter (21) Rat: Die Sozialversicherungsfachangestellte berät Arbeitgeber im Hinblick auf rechtliche Details im Sozialgesetzbuch.

Wie für alle Abiturienten stellte sich auch für Franziska Vetter mit dem Schulabschluss die Frage: Wie geht es jetzt weiter? „Ein Studium wäre für mich prinzipiell auch denkbar gewesen. Ich wollte mir jedoch lieber zuerst durch eine Berufsausbildung eine Grundlage schaffen und Praxiserfahrung sammeln“, sagt die heute 21-Jährige. Durch Bekannte, die im Bereich Sozialversicherung arbeiten, wurde sie auf die beruflichen Möglichkeiten aufmerksam. Nach vertieften eigenen Recherchen entschied sie sich für die Berufsausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten bei ihrem heutigen Arbeitgeber, der AOK Bayern am Standort Nürnberg. „Die Mischung hat mich überzeugt: Ich mag den Kontakt zu den Kunden und schätze die vielen verschiedenen Aufgabenbereiche, die mir offenstehen.“

Die eigentlich dreijährige Ausbildungszeit konnte Franziska Vetter aufgrund ihres Abiturs auf zwei Jahre verkürzen. Als Auszubildende erwarb sie Fachwissen nicht nur in der Berufsschule, sondern auch auf Lehrgängen und bei Seminaren, die von ihrem Arbeitgeber angeboten wurden. In der betrieblichen Praxis lernte sie das breite Aufgabenspektrum einer Krankenversicherung kennen. „Der Beitragsbereich hat mir besonders gefallen. Nach meiner erfolgreichen Abschlussprüfung ist das die Abteilung, in der ich nun arbeite.“

Arbeitgeberservice und Beratung

Als Sachbearbeiterin im Innendienst ist Franziska Vetter Ansprechpartnerin für Lohnabrechnungsbüros, Steuerkanzleien und Firmeninhaber. Sie kümmert sich beispielsweise darum, dass die nötigen Meldungen für die Krankenkasse korrekt erstellt werden und die Beiträge für die Beschäftigten fristgerecht eingehen. „Dabei handelt es sich keinesfalls nur um reine Formalitäten.“

Bei Fragen ist Franziska Vetter am Telefon oder per E-Mail mit Rat und Tat zur Stelle. Auf Wunsch besucht sie die Betriebe auch persönlich. Gibt es Unklarheiten, erläutert sie die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben. Dabei geht es nicht darum, Paragrafen zu zitieren, sondern diese den Kunden detailliert und verständlich zu erläutern. „Die abstrakten Gesetzesvorgaben auf den jeweiligen Fall anzuwenden macht mir besonderen Spaß.“

Durch Engagement zu neuen Aufgaben

„Kommunikationsstärke, Eigeninitiative, fachliches Interesse am Thema und Freude an der Arbeit mit Menschen – das ist das A und O meines Berufs“, erklärt Franziska Vetter. Sie hat sich bereits für zusätzliche Tätigkeiten bei ihrem Arbeitgeber qualifiziert. „Ich halte zum Beispiel Präsentationen rund um das Sozialrecht bei Seminaren für unsere Mitarbeiter und Kunden. Das gefällt mir sehr gut, da ich hier meine persönlichen Stärken wie etwa Kommunikationsstärke einbringen kann.“

Für ihre weitere berufliche Zukunft hat die Sozialversicherungsangestellte bereits eine klare Vorstellung: „Ich möchte später einmal Führungsverantwortung übernehmen.“ Dabei stehen Franziska Vetter viele Möglichkeiten offen: So bietet etwa ihr Arbeitgeber ein internes, berufsbegleitendes Betriebswirtschaftsstudium sowie berufliche Weiterbildungen an. „Durch mein Abitur und meine Ausbildung stehen mir viele Wege offen.“ <<

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