Sicher­heits­manager/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Leiterin Flughafensicherheits- und Krisenmanagement

Tätigkeitsfeld:

Schutz, Sicherheit und Überwachung

Abgeschlossenes Studium in:

Sicherheitsmanagement

BERUFENET:

Sicherheitsmanager/in

Ich entscheide auch über die Technik, die eingesetzt wird, beispielsweise welche Kameras wo installiert werden.

Auf alles vorbereitet

Wer mit dem Flugzeug reist, kann sich darauf verlassen, ein sicheres Verkehrsmittel zu nutzen. Dafür sorgt Sicherheitsmanagerin Stephanie Lehmann (31), die am Flughafen mögliche Risiken analysiert und Gegenmaßnahmen entwickelt.

Was tun, wenn am Flughafen ein Unfall passiert? Stephanie Lehmanns Ziel ist es, dass es gar nicht so weit kommt. Doch für den Ernstfall hat sie einen Notfallplan, damit bestmöglich Hilfe geleistet werden kann.

Nachdem sie schon einige Zeit in der Gastronomie gearbeitet hatte, erfüllte sich die heute 31-Jährige den Wunsch, eine Karriere im Sicherheitsbereich zu starten. So begann sie in Berlin ein Studium des Sicherheitsmanagements und lernte dabei neben Risiko-, Konflikt- und Krisenmanagement auch Grundlagen der Betriebswirtschaft. Als Schwerpunkt wählte sie das Thema Luftsicherheit. Nach ihrem Abschluss absolvierte Stephanie Lehmann eine Weiterbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft. Danach begann sie ihre Arbeit am Flughafen Hannover-Langenhagen, wo sie heute als Leiterin des Sicherheits- und Krisenmanagements tätig ist.

Sicherheitskonzepte umsetzen

Hier ist Stephanie Lehmann nun dafür verantwortlich, dass alle Sicherheitsbestimmungen und gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. „Ich fahre über das gesamte Flughafengelände und kontrolliere, ob das Sicherheitspersonal seine Arbeit auch gut macht.“ Doch auch am Schreibtisch verbringt die Sicherheitsmanagerin täglich viel Zeit. So erstellt Stephanie Lehmann die Sicherheitskonzepte für den gesamten Flughafen. „Dabei muss ich zuerst einmal definieren, welche Ereignisse die Sicherheit am Flughafen gefährden können, seien es Unwetter, Flugunfälle oder gar Terroranschläge. Außerdem muss ich eine Prognose abgeben, mit welcher Wahrscheinlichkeit solche Probleme eintreten.“ Wenn das geschehen ist, kümmert sie sich um Maßnahmen, die die Risiken möglichst gering halten sollen. Welche Bereiche des Flughafens müssen beispielsweise besonders streng überwacht werden? „Ich entscheide auch über die Technik, die eingesetzt wird, beispielsweise welche Kameras wo installiert werden."

Planung für den Ernstfall

Doch auch für den Fall, dass ein Unglück geschieht, muss ein Flughafen gerüstet sein. In Notfällen ist Stephanie Lehmann für das Krisenmanagement zuständig. Sie weiß etwa, wie im Falle eines Flugzeugabsturzes zu reagieren ist und was Mitarbeiter und Rettungsmannschaften dann zu tun haben. Damit in einer solchen Situation alles wie geplant klappt, finden regelmäßig Rettungsübungen statt, die sie ebenfalls organisiert: „Zuletzt hatten wir eine Übung, bei der 1.300 Akteure im Einsatz waren – und das bei laufendem Flugbetrieb.“ Eine Mammutaufgabe, die 16 Monate im Voraus geplant werden musste. „Organisationstalent ist dafür ebenso unerlässlich wie ein Verständnis für die Arbeit der einzelnen Beteiligten“, betont die Sicherheitsexpertin.

Für die Zukunft plant Stephanie Lehmann ein berufsbegleitendes Fernstudium: „Ich habe ein Stipendium für eine Weiterbildung erhalten. Ich möchte einen Master of Business Administration mit dem Schwerpunkt Betriebliches Sicherheitsmanagement absolvieren.“ <<

http://bfi.plus/69769