Service­ingenieur/in; Wirt­schafts­ingenieur/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Serviceingenieur

Tätigkeitsfeld:

Wartung, Instandhaltung, Kundendienst

Abgeschlossenes Studium in:

Wirtschaftsingenieurwesen

BERUFENET:

Serviceingenieur/in; Wirtschaftsingenieur/in

Bei der Wartung großer Anlagen bin ich schon mal für eine Woche unterwegs.

Ingenieur mit Serviceorientierung

Florian Kubat (29) kommt in seinem Beruf viel herum: Der Serviceingenieur betreut Kunden in Deutschland und im Ausland bei der Inbetriebnahme und der Wartung ihrer Anlagen. Auch bei Störfällen ist er zur Stelle.

Langweilig wird es Florian Kubat im Berufsalltag nie. „Das Interessante an meinem Job ist, dass ich in sehr verschiedenen Gebieten im Einsatz bin“, sagt er. Damit meint er nicht nur, dass er bis zu achtzig Prozent seiner Arbeitszeit deutschlandweit und im angrenzenden Ausland unterwegs ist. Auch seine Aufgaben sind vielfältig. Als Serviceingenieur der Bürkert GmbH & Co. KG verkauft Florian Kubat den Kunden die Dienstleistungen, die sein Unternehmen anbietet, er führt selbst Wartungen und Inbetriebnahmen durch und steht intern eng mit der Abteilung für kundenspezifische Entwicklungen in Kontakt.

Lösungen vor Ort finden

Das Spezialgebiet des 29-Jährigen sind Ventile und Sensoren aller Art: Er installiert diese und nimmt komplette Regelungssysteme in Betrieb. Die Geräte und Systeme kommen sowohl in Getränkeabfüllanlagen als auch in den Werkhallen der Automobilhersteller zum Einsatz. Wenn Florian Kubat bei einem Kunden ist, braucht er unter anderem Erfindergeist und Kreativität. Denn häufig stellt sich die Situation vor Ort anders als in den Planungsunterlagen dar. Dann muss er vor Ort Lösungen finden und das System gegebenenfalls so modifizieren, dass es exakt den Anforderungen genügt. Manchmal stößt er vor Ort auf Möglichkeiten, wie die Produktionsabläufe eines Kunden verbessert werden könnten. In diesen Fällen stimmt er sich mit den Verantwortlichen des Kundenunternehmens und der Abteilung für kundenspezifische Entwicklung ab. Letztere kann dann passgenaue Anlagenteile umsetzen.

In der Regel besuchen Florian Kubat und seine Kollegen die Kunden zu festen Wartungsterminen. Es kann aber auch vorkommen, dass er wegen eines Störfalls kurzfristig von München nach Hamburg fahren muss. Obwohl er sehr viel im Außeneinsatz ist, hat er kein Problem damit, seinen Job mit dem Familienleben zu verbinden. „Bei der Wartung großer Anlagen bin ich schon mal für eine Woche unterwegs“, sagt er, „dann habe ich aber wochenlang wieder nur Tageseinsätze.“ Läuft alles nach Plan, arbeitet er neununddreißig Stunden pro Woche. Nötige Überstunden kann er zeitnah abbauen.

Kommunikativ und handwerklich geschickt

Im Rahmen seiner Einsätze trifft er ständig auf neue Ansprechpartner – offen und kommunikativ zu sein, sieht Florian Kubat folglich als Grundvoraussetzung für seinen Job. Auch räumliches Vorstellungsvermögen ist wichtig, ebenso natürlich technisches Fachwissen. Und schließlich braucht der Serviceingenieur handwerkliches Geschick, wenn er vor Ort im Einsatz ist.

Die fachlichen Fähigkeiten hat sich Florian Kubat während seines Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mosbach angeeignet. Damals hieß die DHBW noch Berufsakademie. Die meisten seiner Kollegen haben eine berufliche Aus- und Weiterbildung absolviert. Im beruflichen Alltag pendelt Florian Kubat zwischen seinem Homeoffice in München und dem Unternehmenssitz in Ingelfingen – wenn er nicht gerade auf Außeneinsatz ist. Daneben bildet sich der Ingenieur zum Master in Business Administration fort und qualifiziert sich so für weitere Führungsaufgaben. <<

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