Revisor/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Revisor

Tätigkeitsfeld:

Revision

Abgeschlossenes Studium in:

Duales Studium BWL – Finanzdienstleistungen

BERUFENET:

Revisor/in

Neben fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ist analytisches Denkvermögen besonders wichtig.

Das kritische Kontrollorgan

Schon in seinem dualen Studium hatte Florian Kollberg (24) Gelegenheit, die Revisionsabteilung kennenzulernen. Heute arbeitet er als Revisor bei dem Finanzinstitut, in dem er die Praxisphasen des Studiums absolviert hat.

Nach dem Abitur wollte Florian Kollberg etwas im Bereich Wirtschaft und Finanzen machen und bewarb sich deshalb bei der Kreissparkasse Ludwigsburg für ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzdienstleistung. Die Studienphasen fanden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart statt. „Im zweiten Semester wurde ich in der Praxisphase in der Revision eingesetzt, das hat mir von Anfang an Spaß gemacht, sodass ich dort eine weitere Praxisphase verbracht habe“, berichtet Florian Kollberg, der nach seinem Bachelorabschluss bei der Sparkasse eine Stelle als Junior Revisor antrat. „Ich war für kleinere Kreditprüfungen und für den Kunden- und Servicebereich zuständig.“ Mittlerweile wurde er zum Revisor befördert. Er übernimmt nun weitere Prüfbereiche und mehr Verantwortung.

Immer wieder neu einarbeiten

Je nach Bereich, der geprüft werden soll, fallen verschiedene Aufgaben und Prüfungsschwerpunkte an“, erklärt Florian Kollberg. So prüfen Revisoren zum Beispiel Betriebs- und Geschäftsabläufe auf ihre Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Sie kontrollieren, ob in ihrem Unternehmen gesetzliche oder betriebliche Richtlinien und Vorgaben eingehalten werden oder ob es Risiken gibt, die abgewendet werden können. „Anfangs muss man sich immer ins Thema einarbeiten, zum einen mithilfe von unternehmensinternen Informationen wie etwa Anweisungen, zum anderen durch Gespräche mit den zu prüfenden Abteilungen. Außerdem schauen wir uns die Prozesse und Abläufe vor Ort in der zu prüfenden Fachabteilung an.“ Am Ende der Prüfung schreibt der Revisor einen Bericht für den Vorstand und überwacht, ob Maßnahmen, die zur Verbesserung nötig sind, fristgemäß umgesetzt werden. Je nach Wichtigkeit und Risikorelevanz werden alle Bereiche in einem Unternehmen alle ein bis drei Jahre erneut überprüft.

Analytisches Denken

Florian Kollbergs Kollegen sind wie er mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund in den Beruf gestartet, haben zum Beispiel ein duales Studium mit Fachrichtung Bank, ein Controlling-Studium oder eine Ausbildung zum Betriebswirt absolviert. „Neben fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ist analytisches Denkvermögen besonders wichtig“, sagt Florian Kollberg. Da Revisoren in den zu prüfenden Abteilungen auch mal unangenehme Dinge ansprechen müssen, sind hohe Kommunikationsbereitschaft, Durchsetzungsvermögen sowie der sichere Umgang mit Konfliktsituationen hilfreiche Eigenschaften. Florian Kollberg könnte auch im Ausland tätig sein, er müsste sich dann in internationale Richtlinien und Standards einarbeiten. Mit seinem Studienabschluss und der praktischen Erfahrung stehen ihm viele andere Wege offen, zum Beispiel im Vertrieb oder im Controlling, denn mit seinem Abschluss in BWL ist er universal einsetzbar. Florian Kollberg möchte aber in der Revision bleiben und absolviert deshalb zurzeit ein berufsbegleitendes Masterstudium Risk Management & Treasury an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Stuttgart. <<

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