Regisseur/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Regisseur

Tätigkeitsfeld:

Theater-, Film- und Fernsehproduktion

Abgeschlossenes Studium in:

Kino- und Fernsehfilm

BERUFENET:

Regisseur/in

Die Nachfrage nach Bewegtbildern ist so groß, dass junge Regisseure schon während des Studiums aktiv werden können.

Geschichten zum Leben erwecken

Vom Drehbuch bis zum Schnitt: Regisseur Matthias Lang (29) ist in den gesamten Entstehungsprozess eines Films involviert.

Wenn Matthias Lang die Anweisung „Und bitte!“ gibt, schlüpfen die Schauspieler in ihre Rollen, der Kameramann sorgt für das richtige Bild, der Tontechniker für ein optimales Sprachverständnis. Matthias Lang ist Regisseur – und somit Hauptverantwortlicher einer ganzen Spielfilmproduktion. „Ein Regisseur ist in jeden Bereich der Filmarbeit involviert“, erläutert der 29-Jährige. Umso wichtiger ist eine gute Ausbildung. Matthias Lang hat den Diplomstudiengang Kino- und Fernsehfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film in München absolviert und dabei nicht nur die eigentliche Regiearbeit, sondern auch viel über Kameraführung, Drehbuch sowie Film- und Arbeitsrecht gelernt. „Es gibt zwar viele berühmte Regisseure, die nie auf einer Filmhochschule waren. Doch der Quereinstieg wird immer schwieriger, weil die Filmhochschulen jedes Jahr rund 50 Regisseure hervorbringen und der Bedarf mehr als gedeckt ist.“

Das Wichtigste für einen angehenden Regisseur ist, viel Praxiserfahrung zu sammeln. Vor und während des Studiums hat Matthias Lang mehrere Praktika gemacht – unter anderem bei Erfolgsregisseur Michael „Bully“ Herbig. „Außerdem habe ich viele Werbefilme und Imagefilme gedreht. Die Nachfrage nach Bewegtbildern ist so groß, dass junge Regisseure schon während des Studiums aktiv werden können.“ Eine gute Möglichkeit, um bei Film und Fernsehen einen Fuß in die Tür zu bekommen, biete auch die Regieassistenz, so Matthias Lang.

Zeitaufwendige Vorbereitungen

Ein Regisseur hat sehr unregelmäßige Arbeitszeiten und muss dazu bereit sein, oftmals mehrere Wochen in einer anderen Stadt oder im Ausland zu arbeiten. „Die Alternative wäre ein Job bei einer Fernsehserie, wo die Arbeitszeiten geregelter sind.“ Der Traum vieler Regisseure ist es allerdings, einen eigenen Film zu drehen. Matthias Lang ist das mit dem Kinofilm „König Laurin“ bereits gelungen. Das Drehbuch hat er selbst geschrieben und die Geschichte zusammen mit einem Produzenten bei der Filmförderung sowie bei verschiedenen Fernsehsendern eingereicht. „Die Drehbuchentwicklung und die Finanzierung haben sehr lange gedauert. Die Dreharbeiten an sich machen nur einen kleinen Teil der Filmarbeit aus“, erzählt Matthias Lang. Auch an der Auswahl der Schauspieler und der Suche nach passenden Drehorten war er beteiligt. Fast zwei Jahre vergingen, bis am Filmset die erste Klappe fiel.

Produktion und Postproduktion

Jede Szene wird erst einmal geprobt, dann mit verschiedenen Kamerapositionen gedreht. Der Regisseur arbeitet mit den Schauspielern eng zusammen und muss ihnen erklären, was er von ihnen in der bevorstehenden Szene erwartet. Je Drehtag wird etwa eine Szene von rund drei Minuten fertiggestellt.

Das gedrehte Material wird an den Filmeditor geliefert, der die Szenen schon einmal in die richtige Reihenfolge bringt, schließlich werden Filme nicht chronologisch gedreht. Ist alles im Kasten, kommt die Postproduktion. Regisseur und Filmeditor setzen sich zusammen, um den Film zu schneiden. Gemeinsam entscheiden sie, welche Szenen und Kameraeinstellungen am besten passen. Später werden dann noch Effekte und Musik eingefügt. <<

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