Qualitäts­ingenieur/in; Ingenieur/in – Maschinen­bau

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Qualitätsingenieurin

Tätigkeitsfeld:

Qualitätssicherung, -management

Abgeschlossenes Studium in:

Maschinenbau

BERUFENET:

Qualitätsingenieur/in; Ingenieur/in – Maschinenbau

Ich analysiere das Problem und versuche es einzugrenzen, um den Fehler so schnell wie möglich zu beheben.

Garantierte Qualität

Als Qualitätsingenieurin bei einem Automobilhersteller sorgt Duygu Erarslan (27) für die rechtzeitige Lieferung von Komponenten. Sie achtet darauf, dass deren Qualität den Anforderungen ihres Arbeitgebers entspricht.

Schon während ihres Maschinenbaustudiums an der RWTH Aachen wurde Duygu Erarslan auf das Trainee-Programm der Daimler AG aufmerksam. „Ich hatte dort schon ein Praktikum absolviert und bin gleich nach meinem Abschluss in das 17-monatige Traineeprogramm gestartet. Nun arbeite ich als Qualitätsingenieurin im Bereich Tanksysteme“, erzählt die 27-Jährige. Ihre Abteilung kümmert sich um die Qualität der Bauteile und stellt diese durch Audits beim Lieferanten sicher. Duygu Erarslans Aufgabe besteht darin, die Qualität der zugelieferten Bauteile für die Tankfertigung zu sichern.

„Unsere Tanks stammen von externen Herstellern. Um Lieferanten für eine unserer Baureihen zu gewinnen, führen wir zunächst eine sogenannte Potenzialanalyse durch: Ich stelle mit den Lieferanten vor Ort sicher, dass die Qualität der dort produzierten Komponenten unsere Ansprüche erfüllt.“ Regelmäßige Dienstreisen ins In- und Ausland gehören daher zu ihrer Tätigkeit. „Je nach Reifegrad der Produktion fallen unterschiedlich viele Reisetage an, sehr gute Englischkenntnisse sind dabei eine wichtige Voraussetzung“, so die Maschinenbauingenieurin. Bei der Zusammenarbeit mit Zulieferern sind soziale Kompetenz und Kommunikationstalent gefragt. „Ich muss unsere Qualitätsstandards sicherstellen. Daher darf man keine Berührungsängste haben – auch nicht mit Leuten in höheren Positionen.“

Stressresistenz gefragt

Die Arbeitszeiten der Qualitätsingenieurin sind unterschiedlich, die täglichen Anforderungen ebenfalls. „Wichtig ist vor allem, dass wir flexibel und schnell auf unvorhersehbare Situationen reagieren“, erklärt Duygu Erarslan. Es gibt unterschiedlichste Szenarien, die den Produktionsablauf verzögern oder im schlimmsten Fall sogar zum Erliegen bringen können. Wenn beispielsweise plötzlich eine Charge zugelieferter Komponenten nicht mehr passgenau verbaut werden kann, muss sie als Qualitätsingenieurin in kürzester Zeit eine Lösung dafür finden. „Ich analysiere das Problem und versuche es einzugrenzen, um den Fehler so schnell wie möglich zu beheben.“ Hierfür arbeitet sie eng mit Kollegen anderer Abteilungen zusammen und nimmt Kontakt mit dem jeweiligen Zulieferer auf. „Man sollte stressresistent sein und ein hohes technisches Verständnis haben.“ Viele Kollegen in ihrer Abteilung haben ebenfalls Maschinenbau studiert.

Arbeiten im Ausland

Für die Ingenieurin bestünde auch die Möglichkeit, dauerhaft im Ausland zu arbeiten. „Ich könnte mir gut vorstellen, für ein paar Jahre in einer unserer internationalen Niederlassungen zu arbeiten“, erzählt Duygu Erarslan. Alternativ wäre es für sie auch möglich, in anderen Abteilungen des Unternehmens zu arbeiten, zum Beispiel in der Entwicklung. „Ich bin nicht auf einen Bereich festgelegt, innerhalb der Firma gibt es viele Einsatzmöglichkeiten.“ <<

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