Offizier – Truppen­dienst

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Nautischer Offizier

Tätigkeitsfeld:

Militär, Wehrverwaltung, -technik

Abgeschlossenes Studium in:

Staats- und Sozialwissenschaften

BERUFENET:

Offizier – Truppendienst

Auf dem Meer dienen

Für Daniel Epkenhans (24) geht der Traum, auf dem Meer zu arbeiten, in Erfüllung: Nach zahlreichen Ausbildungsschritten, inklusive Offizierlehrgang und Studium, fährt er als nautischer Offizier zur See.

Der Wunsch, Menschen zu helfen, war einer der Gründe, warum sich Daniel Epkenhans für eine Karriere bei der Marine entschieden hat. So startete er nach dem Abitur mit der Grundausbildung an der Marineschule Mürwik in Flensburg. Er durchlief die sechsmonatige militärische und seemännische Basisausbildung und verbrachte sechs Wochen auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“. Dort erlebte er zum ersten Mal den Bordalltag. Seinen Start in die Bundeswehr erleichterten die Betreuungsangebote der Bundeswehr und die Ansprechpersonen im Kreis der Kameraden und Vorgesetzten.

Lehrgänge und Studium

An die Grundausbildung schloss sich der sechsmonatige Offizierlehrgang an. Hier wurden die nötigen Kenntnisse für die Arbeit als Offizier vermittelt, beispielsweise im Wehrrecht oder in der Menschenführung. Im Anschluss war ein Praktikum als Gruppenführer in der Truppe Teil der Ausbildung zum militärischen Vorgesetzten.

Da in der Offizierlaufbahn das Erreichen eines Masterabschlusses in der Regel gefordert wird, begann der heute 24-Jährige ein Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München: „Für mich, als politisch und geschichtlich Interessierten, war es ein absolutes Traumstudium. Zudem bietet die Uni ein breites Angebot an Sprachkursen und das sogenannte studium plus, bei dem man in andere Studienfächer hineinschnuppern kann. Ich habe zum Beispiel an Seminaren der Betriebswirtschaftslehre teilgenommen.“ Daniel Epkenhans nutzte die guten Kontakte zu Partnern der Universität für Auslandsaufenthalte in Brüssel, Aarhus in Dänemark und Calgary in Kanada.

Das Schiff führen

Nach seinem Studienabschluss schloss sich für ihn die Fachausbildung zum sogenannten Wachoffizier an, in der ihm weitere Kenntnisse in der Arbeit als militärischer Vorgesetzter, aber auch im Bereich der Seekriegsführung vermittelt wurden. Zudem erhielt Daniel Epkenhans eine ähnliche Ausbildung wie Handels- und Schiffskapitäne, wodurch er auch eine Reihe von zivil anerkannten Befähigungen erlangen konnte, zum Beispiel das Seefunkzeugnis. Nun darf er sich „II. Waffenleitoffizier der Fregatte Lübeck“ nennen. Als Marineoffizier übernimmt er die nautische Führung des Schiffes. „Zu meinen typischen Aufgaben gehört das Fahren des Schiffes auf See, zusammen mit meiner Brückenbesatzung. Da wir in Schichten – sogenannten Seewachen – arbeiten, wechsle ich mich mit anderen Offizieren ab. Dafür bereite ich auch die Seefahrten vor, von der Routenplanung bis hin zum Hafenaufenthalt. Zudem gehört es zu meinen Aufgaben, in der Operationszentrale die Arbeit der Soldaten zu überwachen, die von dort aus am Radar den See- und Luftraum für uns kontrollieren.“ Im Moment zählen Nord- und Ostsee, Mittelmeer und das Horn von Afrika zu den Haupteinsatzgebieten des Marineoffiziers: „Im Mittelmeer sind wir in der Rettung in Seenot geratener Flüchtlinge gefordert. Am Horn von Afrika schützen wir die Schiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.“ Außerdem übernimmt jeder Offizier Nebentätigkeiten, hält etwa Vorträge auf Veranstaltungen oder betreut sportliche Aktivitäten. „Mein Ziel ist es, eines Tages der Kommandant eines Schiffes zu werden.“ <<

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