Medien­designer/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Mediendesignerin

Tätigkeitsfeld:

Medienproduktion (Print, Online, Multimedia)

Abgeschlossenes Studium in:

Audiovisuelle Medien

BERUFENET:

Mediendesigner/in

Die Herausforderung besteht darin, komplexe Inhalte grafisch für verschiedene Endgeräte zu gestalten.

Nachrichten grafisch aufbereiten

Gestalterische Arbeit bereitet Tina Weigand (32) Freude. Die Mediendesignerin erstellt Infografiken, Karten oder Bildergalerien für den Onlineauftritt einer großen Sendeanstalt.

Tina Weigand ist beim ZDF angestellt. „Meine Aufgabe ist die grafische Betreuung der Onlineportale heute.de, zdf.de und zdfsport.de“, erklärt die 32-Jährige. Sie verfolgt über den Newsticker, welche Neuigkeiten es in der Welt gibt, und entscheidet zusammen mit ihren Kollegen und Kolleginnen in der Redaktion, welche Themen auf die Seiten gebracht werden. Passend zu den Videos und Texten der Redakteure gestaltet Tina Weigand dann Infografiken, Karten und Bildergalerien.

Die Themen sind ganz unterschiedlich. Tobt in Deutschland zum Beispiel ein Unwetter, lässt sich die Lage grafisch gut erläutern. „Anhand einer Karte wird dargestellt, welche Gebiete Deutschlands schwer getroffen wurden. Mit einer Bildergalerie zeigen wir, wie es dort aussieht und wie die Aufräumarbeiten verlaufen. Warum die jeweiligen Gebiete besonders schwer betroffen sind, lässt sich wiederum mit einer Erklär-Grafik veranschaulichen.“

Grafiken für verschiedene Endgeräte

Erst zeichnet Tina Weigand die Grafiken auf Papier vor, dann baut sie sie am Computer nach. Für die gestalterische Arbeit steht ihr verschiedene Software zur Verfügung. Um die Artikel gut zu bebildern, greift die Mediendesignerin auf die Foto-Datenbanken von Agenturen zurück.

Die Herausforderung besteht heute darin, komplexe Inhalte grafisch für verschiedene Endgeräte zu gestalten“, erklärt sie. „Das Layout einer Seite muss flexibel gestaltet sein, sodass dieses auf dem Desktop-Computer, Tablet und Smartphone benutzerfreundlich dargestellt wird und der Inhalt schnell geladen werden kann.“ Basiswissen zum Thema Programmierung ist daher eine Grundvoraussetzung für ihre Tätigkeit. Selbiges trifft auf die Bereitschaft zu, am späten Abend, am Wochenende und manchmal sogar in der Nacht zu arbeiten. Online-Medien werden rund um die Uhr mit neuen Inhalten gefüllt. „Wir arbeiten daher im Schichtbetrieb.“

Es gibt aber nicht nur tagesaktuelle Geschichten, sondern auch länger geplante Projekte. Themen wie Bundes- oder Landtagswahlen, die Eurokrise oder das Thema Flüchtlinge beschäftigen die Menschen über einen längeren Zeitraum, können daher besser geplant werden. „Bei diesen Themen haben wir dann mehr Zeit und können Inhalte, zum Beispiel interaktive Module, grafisch aufwendiger gestalten.“

Praxiserfahrungen im Studium

Ihr Studium habe sie gut auf ihren Beruf vorbereitet, erklärt Tina Weigand. An der Hochschule der Medien Stuttgart hat sie Audiovisuelle Medien auf Diplom studiert und darf sich seitdem als Diplom-Ingenieurin für Audiovisuelle Medien (FH) bezeichnen. „Der Praxisanteil im Studium war sehr hoch. Zudem gab es zwei reine Praxissemester, wovon ich eines bei einem Fernsehsender und eines bei einer Agentur absolviert habe. Dadurch hatte ich einen guten Einblick in die zukünftigen Berufsfelder.“ Ihre Abschlussarbeit schrieb sie in Spanien bei einer Agentur. Danach bewarb sie sich um ihre heutige Stelle und erhielt nach einem längeren Bewerbungsprozess die Zusage. <<

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