Luft­verkehrs­manager/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Referent für Innovations- und Wissensmanagement

Tätigkeitsfelder:

Überwachung und Steuerung des Verkehrsbetriebs; Wissenschaftliche Forschung

Abgeschlossenes Studium in:

Luftverkehrsmanagement

BERUFENET:

Luftverkehrsmanager/in

Unsere Einsatzfelder sind so vielfältig wie der Flughafen selbst.

Die Zukunft des Flughafens gestalten

Als Luftverkehrsmanager entwickelt Manuel Wehner (24) Projekte, Lösungen und Anwendungen, um den Frankfurter Flughafen auf die Zukunft vorzubereiten.

In der Abteilung Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit des Frankfurt Airport (Fraport) identifizieren Manuel Wehner und sein Team Trends und Konzepte, die später in den einzelnen Bereichen des Flughafens umgesetzt werden können. „Wir sind in der Grundlagenforschung von Tourismus, Mobilität, Logistik, Maschinenbau und IT aktiv und finden heraus, was für den Flughafen in der Zukunft interessant sein könnte. Unsere Projekte dürfen und müssen über Jahre wachsen. Wir entwickeln von der Idee zum Produkt, vom ersten Ansatz bis zur Umsetzung und bis zur entscheidungsfähigen Anwendung.“ Der Referent für Innovations- und Wissensmanagement begleitet vor allem technologieorientierte Themen. „Es hat sich beispielsweise der 3-D-Druck in den vergangenen Jahren massiv verbessert, genauso wie das autonome Fahren. Im Moment wird die Gepäckaufgabe noch per Hand erledigt, aber in Zukunft kann und wird sie automatisiert werden, um sie für die Passagiere effektiver zu gestalten.“

Feuer und Flamme für den Flughafen

Als Schüler hat Manuel Wehner ein Praktikum am Flughafen absolviert. „Das war in der IT-Abteilung, und ich hatte das Glück, einen sehr guten Betreuer zu haben, der mich auch mit anderen Bereichen des Flughafens vertraut gemacht hat. Da ist bei mir das Flughafenfeuer entfacht. Ich habe dann noch zweimal dort als Schüleraushilfe gearbeitet und bin in der 13. Klasse auf das Ausbildungsangebot des Flughafens gestoßen.“ Um zum dualen Studium Luftverkehrsmanagement zugelassen zu werden, durchlief Manuel Wehner ein mehrstufiges Assessment-Center.

Das sechssemestrige Studium war in Blockphasen über jeweils drei Monate aufgeteilt: Theorie an der Frankfurt University of Applied Science und Praxis am Fraport wechselten sich ab. Die berufliche Tätigkeit während des Studiums wurde vergütet, sodass Manuel Wehner sich in der Theoriezeit auf das Studium konzentrieren konnte.

Ich durfte selbst bestimmen, wo ich meine Praxisphasen absolvieren wollte“, sagt Manuel Wehner. „Ich war zum Beispiel im Retailing und der Vermietung von Handelsflächen tätig, im Auslandsgeschäft, im Flugbetriebs- und Terminalmanagement. Mein Auslandspraktikum habe ich in Saudi-Arabien gemacht, wo mein Arbeitgeber Managementverträge am Laufen hatte. Und die letzte Praxisphase habe ich in der Konzernstrategie im Bereich Unternehmensentwicklung verbracht, wo ich auch heute tätig bin.“

Viele Einsatzfelder

„In meiner Abteilung sind wir mit unserer Chefin neun Kollegen. Wir haben überwiegend kaufmännische Hintergründe, eine Kollegin hat dasselbe studiert wie ich. Andere Ex-Kommilitonen sind in Controlling, Rechnungslegung, Finanzen, Retailing, Immobilien, Groundhandling, Flugbetrieb oder Terminalmanagement. Unsere Einsatzfelder sind so vielfältig wie der Flughafen selbst.“

Für die Zukunft hat Manuel Wehner noch keine konkreten Pläne: „Mein Studium lässt viele Optionen offen, ich denke auch noch weiter in Richtung Masterstudium und könnte beispielsweise allgemeine BWL studieren. Aber erst mal ist die Lernkurve in meiner jetzigen Position ungemein steil. Hier passiert jeden Tag etwas Neues, darauf müssen wir stets bestmöglich vorbereitet sein.“ <<

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