Logistiker/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Planer für Transportnetzwerke

Tätigkeitsfeld:

Lager-, Materialwirtschaft, Logistik

Abgeschlossenes Studium in:

Logistik

BERUFENET:

Logistiker/in

Ich muss mich nicht nur zeitlich auf meinen Gesprächspartner einstellen, sondern auf kulturelle Unterschiede achten

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Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Michael Dircksen (35) analysiert Transportnetzwerke, entwickelt neue Konzepte und setzt sie um: Er ist promovierter Logistiker.

Weil ihn das Konzept der Firma begeistert hat, bewarb sich Michael Dircksen zum Ende seiner Promotionszeit bei 4flow in Berlin. Aus damals 150 Mitarbeitern sind mittlerweile über 350 geworden, und das Unternehmen wächst stetig. „Wir planen für unsere Kunden weltweite Logistiknetzwerke. Dafür analysieren wir die aktuelle Situation und entwickeln Konzepte mit dem Ziel, die Qualität zu verbessern und die Kosten zu reduzieren“, sagt Michael Dircksen. „Im Transportwesen herrscht ein enormer Zeitdruck. Die Automobilindustrie beispielsweise hat einen hohen Bedarf an völlig unterschiedlichen Produkten und ist deshalb sehr innovativ in Sachen Logistik.“ Ein simples Beispiel: Sitze werden in unterschiedlichen Farben und völlig verschiedenen Stoffqualitäten angeboten. All diese Produkte auf Lager zu haben wäre enorm teuer, denn Lagerhaltung kostet Geld. Deshalb macht es Sinn, mit einer flexiblen und schnellen Transportlogistik zu arbeiten.

20 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt Michael Dircksen bei Kunden in aller Welt. Alles andere steuert er von Berlin aus. „Es kann sein, dass ich morgens mit Chinesen telefoniere, dann mit Europäern unterschiedlicher Nationalität und gegen Abend mit Amerikanern. Ich muss mich nicht nur zeitlich auf meinen Gesprächspartner einstellen, sondern auch auf kulturelle Unterschiede achten, damit die Kommunikation erfolgreich wird."

Globale Transporte

Nach einer Banklehre studierte Michael Dircksen an der Fachhochschule in Münster Betriebswirtschaftslehre. In seiner Diplomarbeit befasste er sich mit dem Thema Distributionslogistik, also der Logistik, die Transporte von der Produktion bis zum Abnehmer umfasst, und hatte bereits eine Halbtagsstelle in einem Unternehmen. Zu seinen Aufgaben gehörte die Verbesserung der Distributionslogistik. Zeitgleich startete er mit dem Master Logistik an der Fachhochschule in Münster. Seine Masterarbeit schrieb er bei einer großen deutschen Baufirma, die in Nigeria tätig war. Anschließend promovierte er am Internationalen Hochschulinstitut in Zittau. In seiner Arbeit „Entscheidungsmodell zur Planung der internationalen Distributionslogistik“ beschäftigte sich Michael Dircksen damit, „wie man Logistik in Ländern aufbauen kann, die man nicht so gut kennt.“

Güter auf die Reise schicken

„Um Logistiker zu werden, sollte man sich vom Thema Transport faszinieren lassen können“, sagt Michael Dircksen. „Globales Denken ist wichtig. Wir schicken Güter auf die Reise, und das sollte man sich vorstellen können. Man braucht Kommunikationsgeschick und die Fähigkeit, analytisch zu denken. Wir müssen aus großen Datenmengen herauslesen können, wie man für den Kunden eine optimale Lösung erarbeiten kann.

Während seiner Promotionszeit hat Michael Dircksen festgestellt, dass er gerne lehrt, sodass er parallel weiter an verschiedenen Hochschulen arbeitet: „Ich habe einen Lehrauftrag für Verkehrslogistik an meiner ehemaligen Fachhochschule und einen für Produktionslogistik an der Verwaltungsakademie Münster sowie einen für IT-Systeme an einer Fernhochschule.“ <<

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