Leiter/in – Controlling

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Leiterin – Controlling

Tätigkeitsfeld:

Controlling

Abgeschlossenes Studium in:

Wirtschaftswissenschaften

BERUFENET:

Leiter/in – Controlling

Für das Controlling muss man ein gutes Zahlenverständnis haben.

Zahlen in Worte übersetzen

Seit ihrem wirtschaftswissenschaftlichen Studienabschluss ist Anne Krüger (35) als Leiterin Controlling an der Unternehmensplanung eines Verbandes beteiligt und hat außerdem Führungsverantwortung für drei Mitarbeiter.

Anne Krüger wollte praktisches unternehmerisches Denken lernen. Daher entschied sie sich nach dem Abitur zunächst für eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. „Hier hatte ich schon erste Berührungspunkte zum Controlling“, erzählt die 35-Jährige. Ihr unternehmerisches Wissen erweiterte sie anschließend in einem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Duisburg (heute Duisburg-Essen) mit den Schwerpunkten Unternehmensplanung, Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling, das sie mit einem Diplom abschloss – heute enden die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge dort mit dem Bachelor bzw. Master. Nach ihrem Abschluss arbeitete Anne Krüger zunächst im Projektcontrolling beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und wechselte dann zum Stifterverband in Essen, wo sie heute das komplette Controlling verantwortet.

Viele Gespräche führen

„Meine Tätigkeit dreht sich vor allem um die Unternehmensplanung“, erklärt sie. Für die Jahresplanung bespricht sie mit der Geschäftsleitung, was im Folgejahr geschehen soll: In welche Richtung will sich der Verband entwickeln? Welche Umsätze werden erwartet? Anhand der Pläne wird dann entschieden, wie viel Personal dafür notwendig ist und wie viel Geld investiert werden muss. „Ich spreche dazu viel mit den einzelnen Abteilungen und muss alle Geschäftsprozesse verstehen“, sagt Anne Krüger. Gerade vor der Jahresplanung kann es auch mal zu Überstunden kommen, die sie in ruhigeren Zeiten wieder abbaut.

Für die Monatsberichte prüft sie, wie weit die Abteilungen mit den Planungen vorangeschritten sind und wie sie mit etwaigen Abweichungen umgehen. „Die Ergebnisse bereite ich auf und präsentiere sie der Geschäftsleitung, der Personal- und den Fachabteilungen“, erläutert sie.

Zahlen kritisch hinterfragen

Da Anne Krüger an zentraler Stelle arbeitet und viele Informationen aus dem ganzen Unternehmen zusammentragen muss, ist es für sie entscheidend, gut vernetzt zu sein, um Zugang zu besagten Informationen zu erhalten. „Für das Controlling muss man ein gutes Zahlenverständnis haben – und fähig sein, die Zahlen in Worte zu übersetzen, damit die zuständigen Mitarbeiter auf dieser Grundlage ihre Entscheidungen treffen können“, betont sie. Wichtig ist für ihre Arbeit, genau hinzuschauen und die Zahlen und Aussagen, die sie erhält, auch kritisch zu hinterfragen. Als Führungskraft will sie zudem ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten.

Sofern sie sich mit internationalen Rechnungslegungsstandards auskennen, können Controlling-Leiter auch im Ausland arbeiten. Ein wirtschaftliches Studium als Grundlage hält Anne Krüger für sinnvoll, alternativ ermöglichen auch Berufserfahrungen plus eine Zusatzqualifikation zum Controller – wie sie etwa die IHK anbietet – den Zugang zu ihrer Tätigkeit. „Durch mein Wirtschaftsstudium hätte ich auch im Projektmanagement, in der Unternehmensentwicklung oder bei einer externen Unternehmensberatung arbeiten können“, sagt sie. <<

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