Kunst­historiker/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tätigkeitsfeld:

Lehrtätigkeit an Hochschulen, wissenschaftliche Forschung

Abgeschlossenes Studium in:

Kunstgeschichte (Magister)

BERUFENET:

Kunsthistoriker/in

Die Beschäftigung mit Bildern vor unserer Zeit ist der Versuch zu verstehen, was Gesellschaften bewegt hat.

Sich die Welt über Bilder erschließen

Armin Bergmeier (33) lehrt und forscht zur Spätantike und zur Byzantinischen Kunstgeschichte. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig.

Die Kunstgeschichte lehre, wie man mit Bildern umgehen müsse, erklärt Armin Bergmeier, dessen kunstgeschichtlicher Schwerpunkt die Zeit zwischen 300 und 1200 nach Christus ist. „Die Beschäftigung mit Bildern vor unserer Zeit ist der Versuch zu verstehen, was Gesellschaften bewegt hat – aber eben nicht über Literatur, nicht aus Quellen, sondern aus dem Visuellen.“ Armin Bergmeiers Leben ist der Kunst gewidmet, sein Auge ist auf das geschult, was mittelalterlich, was byzantinisch ist. Er reist immer dorthin, wo sich auch die Gelegenheit bietet, sich für das eigene Fach und für die eigene Forschung etwas anzuschauen.

Armin Bergmeier lehrt, forscht und begleitet Studenten am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Im aktuellen Semester führt der promovierte Kunsthistoriker zwei Seminare durch, eines davon schließt mit einer großen Exkursion nach Ravenna in Italien ab. „Es macht mir viel Spaß, zu lehren“, sagt Armin Bergmeier. „Es fasziniert mich, Themen, die ich mir angeeignet habe, weiterzuvermitteln und zu diskutieren.“ Er berät Studierende in der Orientierungsphase – sei es, weil sie gerade anfangen, weil sie wechseln wollen oder Unterstützung brauchen bei der Zusammenstellung der Module, die sie belegen müssen. Der dritte Teil seiner Tätigkeit ist die Forschung. Sein Ziel ist, seine auf sechs Jahre befristete Stelle mit einer Habilitation abzuschließen, die wiederum Voraussetzung dafür ist, eine Professur zu bekommen.

Studium der Originale

Seine eigene Studienzeit hat er an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte absolviert. Fächer wie Aspekte der Bildwissenschaften, Theorie und Methodik der Kunstgeschichte und Kunstkritik sind nur einige Inhalte des breit gefächerten Studiengangs. Das Thema seiner Magisterarbeit hieß „Hollywood in der Spätantike. Die Emotionalisierung des Betrachters am Beispiel des Apsismosaiks von SS. Cosma e Damiano“. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit hat sich Armin Bergmeier mit frühbyzantinischen Themen beschäftigt, also mit der Zeitspanne zwischen etwa 300 und 700 nach Christus. Danach promovierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zum Thema „Bilder göttlicher Visionen“. In seiner Promotionszeit ist Armin Bergmeier, unterstützt durch seinen Stipendiengeber, viel gereist, vor allem im Mittelmeerraum. „Man muss die Bilder im Original sehen. Ich habe mich vor allem mit erhaltenen Boden- und Wandmosaiken beschäftigt, mit Sakralgebäuden, die zum Teil noch weiter genutzt werden, mit Ruinenstätten und Ausgrabungsorten.“

Ziel: Stelle als Professor

Auf seinem aktuellen Posten in Leipzig forscht er nach Vorstellungen und Bildern vom Weltende – der apokalyptischen Endzeit – in der mittelbyzantinischen Periode zwischen 700 und 1200 nach Christus. Armin Bergmeiers Stelle in Leipzig folgt „idealerweise der Ruf auf eine Professur“, sagt er. „Es wäre ein Traum, wenn ich das schaffen könnte.“ Als Kunsthistoriker könnte er auch im Museum, als Kurator oder als Restaurator arbeiten, genauso wie in der Vermittlung von Kunstgeschichte oder als Journalist. <<

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