Kranken­haus­apotheker/in; Pharma­zeut/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Apotheker

Tätigkeitsfeld:

Pharmazeutische Beratung

Abgeschlossenes Studium in:

Pharmazie

BERUFENET:

Krankenhausapotheker/in; Pharmazeut/in

Ich bin hauptsächlich für die Medikamentenversorgung der Abteilungen des Klinikums zuständig.

Die benötigten Medikamente

Der Krankenhausapotheker Andreas Eichert (26) ist Ansprechpartner für Ärzte und Pflegekräfte. Er berät sie pharmazeutisch und wirkt an der optimalen Behandlung der Patienten mit.

Nach seiner Approbation zum Apotheker hat Andreas Eichert eine Stelle im Klinikum Nürnberg Süd angenommen. Dort arbeitet er heute in der Arzneimittelausgabe. „Ich bin hauptsächlich für die Medikamentenversorgung der Abteilungen des Klinikums zuständig und prüfe täglich bis zu 150 Rezepte“, erläutert er. Das setzt verantwortungsvolles Handeln und fundierte Fachkenntnisse voraus, um die Gesundheit der Patienten nicht durch eine falsche Arznei oder Dosierung zu gefährden. Bei unklaren Arzneimittelanforderungen hält er telefonisch Rücksprache mit den verantwortlichen Ärzten.

Bestellungen bündeln, Ärzte beraten

Bevor die in Kisten verpackten Arzneimittel morgens vom internen Transportdienst auf alle Stationen geliefert werden können, müssen Andreas Eichert und seine Kollegen die Rezepte prüfen und in das Computersystem eingeben. Dann bündeln sie die bestellten Medikamente zu Paketen. Seine 15 Mitarbeiter, darunter pharmazeutisch-technische Assistenten und kaufmännisches Personal, teilt er zum Beispiel für die Koordination am Waren-Fließband oder die Bearbeitung von Bestellungen ein. Organisatorische Fragen werden in Teambesprechungen geklärt.

„Wenn zum Beispiel der Computer wegen eines Updates für eine Zeit ausfällt, müssen wir die Versorgung der Patienten ja trotzdem gewährleisten“, sagt er. „Manchmal kann ich ein Medikament auch nicht ausgeben, weil der Hersteller es nicht so schnell liefern kann. Dann könnten meine Kollegen versuchen, Alternativpräparate mit den gleichen Wirkstoffen herzustellen.“ Dafür muss er sich mit den anderen Abteilungen der Apotheke eng austauschen – etwa mit dem klinischen Dienst und der Analytik. Das „Schnittstellenmanagement“ muss reibungslos funktionieren, „gerade wenn ein Notfall ansteht“, betont er. Unter Stress muss er einen kühlen Kopf bewahren, insbesondere an den Wochenenden, an denen er Rufbereitschaft im Notdienst hat. Alle zwei Monate ist das der Fall.

Andreas Eichert gibt aber nicht nur Arzneimittel aus; er berät auch Ärzte und Pflegepersonal telefonisch zu pharmazeutischen Themen. Dabei kommen ihm sein selbstbewusstes Auftreten und sein Kommunikationsgeschick zugute. Bei Nachfragen zu Dosierung, Indikationen und Wechselwirkungen von Medikamenten beim Patienten recherchiert er zum Beispiel in einer pharmazeutischen Datenbank oder zieht Fachliteratur zurate.

Drei Staatsexamen und eine Weiterbildung

Im Zuge seines Pharmaziestudiums an der Universität Regensburg hat er bereits zwei Staatsexamen abgelegt und –nach einem praktischen Jahr – mit einer dritten zentralen Prüfung die Zulassung als Apotheker erhalten. Im Beruf muss er sich stets über neue Arzneimittel und innovative Wirkstoffe auf dem Laufenden halten. Deshalb nimmt er regelmäßig an Fortbildungen teil. Gerade weil er in seinem Beruf eine große Verantwortung trägt, will er sich demnächst außerdem zum Fachapotheker für Klinische Pharmazie weiterbilden und die entsprechende Prüfung vor der Bayerischen Landesapothekerkammer ablegen. <<

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