Kinder- und Jugend­lichen­psycho­therapeut/in; Sozial­pädagoge/-pädagogin

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Diplom-Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (VT)

Tätigkeitsfeld:

Psychologische Analyse, Beratung, Therapie

Abgeschlossenes Studium in:

Sozialpädagogik

BERUFENET:

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in; Sozialpädagoge/-pädagogin

Es gehört eine hohe soziale Kompetenz zum Beruf. Man muss ein gutes Einfühlungsvermögen mitbringen und ein Menschenfreund sein.

Hilfe für Kinder und Teenager

Sozialpädagoge Sebastian Küffner (35) unterstützt Kinder, Jugendliche und Eltern bei seelischen Problemen. Seit seiner Weiterbildung arbeitet er als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.

Während des Sozialpädagogikstudiums an der FH Würzburg-Schweinfurt erfuhr Sebastian Küffner von der Möglichkeit, sich zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten weiterzubilden. Nach dem Hochschulabschluss und einiger Berufserfahrung in einer psychotherapeutischen Klinik nahm er die drei- bis fünfjährige Weiterbildung, die sich auch in Teilzeit absolvieren lässt, am Nürnberger Institut für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie (IVS) in Angriff. „Das war schon eine intensive Zeit, die viel Kraft und auch Geld gekostet hat“, sagt Sebastian Küffner. Nach bestandener Prüfung und Approbation erhielt er die kassenärztliche Zulassung als Therapeut und ließ sich mit eigener Praxis in Arnstein nieder. Hier behandelt Sebastian Küffner nun Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 21 Jahren.

Beziehung aufbauen

Einen ersten Kontakt mit dem Therapeuten nehmen die Betroffenen auf Initiative der Eltern oder aufgrund der Überweisung durch einen Kinder- und Jugendpsychiater, einen Kinder- oder Hausarzt auf. Am Anfang jeder neuen Therapie stehen dabei bis zu fünf unverbindliche Probesitzungen. „Patienten, Eltern oder Erziehungsberechtigte und ich haben dann die Möglichkeit, uns kennenzulernen und eine erste Beziehung aufzubauen, die für den weiteren Therapieverlauf entscheidend ist. Ich klopfe ab, ob die Motivation für eine Therapie gegeben ist. Denn nur, wenn wir als Team arbeiten, kommen wir auch zu einer Besserung“, erklärt Sebastian Küffner. Anschließend beantragt er bei der jeweiligen Krankenkasse eine Kurz- oder eine Langzeittherapie über 25 oder 45 Stunden, die er mit dem Patienten, den Eltern oder mit allen gemeinsam nutzt. „Je jünger mein Patient, desto mehr werden die Eltern in die Arbeit miteinbezogen.“

Individuelle Methoden

Sebastian Küffner behandelt unterschiedliche Störungsbilder. „Ich arbeite beispielsweise mit Schulkindern, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen haben, oder mit Teenagern, die unter Ängsten oder lebensmüden Gedanken leiden. Auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit posttraumatischen Belastungs- und Anpassungsstörungen finden den Weg in meine Praxis.“ So individuell die Patienten sind, so verschieden sind auch die Therapiestunden. In Gesprächssituationen, aber auch mit speziellen Spielen geht der Therapeut auf die Probleme ein und weist Lösungswege auf. „Es gehört eine hohe soziale Kompetenz zu meinem Beruf. Man muss ein gutes Einfühlungsvermögen mitbringen und ein Menschenfreund sein.“

Die Therapiesitzungen liegen meist in den Nachmittagsstunden, wenn seine Patienten aus der Schule kommen. An den Vormittagen erledigt Sebastian Küffner Büroarbeiten. „Ich bereite Sitzungen vor und nach, vereinbare Termine, lese Arztbriefe und erstelle Abrechnungen. Als Selbstständiger können die Arbeitstage da sehr lang werden.“ Daneben arbeitet der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut angestellt in einer Klinik. Er will seine Selbstständigkeit in Zukunft aber weiter ausbauen. <<

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