IT-Vertriebs­beauftragte/r

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Corporate Development Manager

Tätigkeitsfeld:

IT-Vertrieb

Abgeschlossenes Studium in:

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

BERUFENET:

IT-Vertriebsbeauftragte/r

Wichtig ist, dass ich dem Kunden gut zuhöre und er sich auf mich verlassen kann.

Software an den Kunden bringen

Dina Haack (30) ist für den Vertrieb einer Software zuständig. Ihr Ziel ist es, die Fachhändler von dem Produkt zu überzeugen. Zudem verhandelt sie die Preise. In den Beruf gelangte sie über ein Traineeprogramm nach dem Studium.

Als Corporate Development Manager ist Dina Haack bei der NovaStor GmbH in Hamburg für den Softwarevertrieb zuständig. Das Unternehmen bietet unter anderem eine Backup- und Restore-Software an, mit der sich Daten sichern und wiederherstellen lassen. Um so viele Endkunden wie möglich zu erreichen, versucht sie, den Fachhändler davon zu überzeugen, das Programm in das Sortiment aufzunehmen.

Ihr Ausbildungsweg ließ nicht zwingend eine Tätigkeit in der IT-Branche vermuten. Ein Studium der Informatik oder Betriebswirtschaftslehre stellt einen gängigen Zugang in den Beruf einer IT-Vertriebsbeauftragten dar. Dina Haack ist dagegen Absolventin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg. Dort belegte sie zwar auch Veranstaltungen aus dem Bereich Informatik – weit mehr kommen ihr bei ihrer heutigen Tätigkeit im Vertrieb jedoch die Kenntnisse aus Vorlesungen in Wirtschaftspsychologie zugute. „Das hilft mir im Umgang mit den Kunden“, sagt sie.

Vertrieb über Fachhändler

Nach dem Studienabschluss durchlief Dina Haack bei ihrem heutigen Arbeitgeber ein Traineeprogramm und lernte dabei unterschiedliche Abteilungen kennen. Der Vertrieb gefiel ihr besonders gut. „Es macht Spaß, Kunden zu überzeugen und ihnen eine Lösung zu verkaufen, die ihnen weiterhilft“, sagt die 30-Jährige.

Manche Unternehmen richten sich mit ihrem Angebot direkt an den Endverbraucher, andere – wie Dina Haacks Arbeitgeber – vertreiben ihre Software über Fachhändler. „Unsere Marketingabteilung wirbt um Aufmerksamkeit für das Produkt und generiert so die Nachfrage. Die Händler rufen bei uns an, füllen das Kontaktformular auf unserer Webseite aus oder laden unsere Testversion herunter“, erläutert sie. Dann ist die Vertriebsbeauftragte am Zug: „Ich rufe den Händler an und erläutere die Vorteile der Software. Eventuell ziehe ich einen Kollegen aus der Technik hinzu, der die Software aus technischer Sicht vorstellt und sie dem Kunden demonstrieren kann.“ Ein in diesem Zusammenhang gern genutzter Kommunikationsweg ist das sogenannte „Screen-Sharing“: Dabei bedient Dina Haack an ihrem eigenen Rechner die Software – und alles, was auf ihrem Bildschirm geschieht, wird direkt auf den Bildschirm des Kunden übertragen, der dadurch alle Schritte nachvollziehen kann. Einmal im Jahr vertritt Dina Haack ihren Arbeitgeber auch auf der Informationstechnik-Messe CeBIT in Hannover.

Enger Austausch und Verlässlichkeit

Preisverhandlungen zählen ebenfalls zu ihren typischen Aufgaben. Gerade Großkunden, die mehrere Tausend Software-Lizenzen bestellen, erwarten individuelle Sonderkonditionen. Mit den Zwischenhändlern steht Dina Haack in engem Austausch – schließlich sind sie die Ansprechpartner für den Endverbraucher und übernehmen auch die Installation der Software. „Wichtig ist, dass ich dem Kunden gut zuhöre und er sich auf mich verlassen kann“, betont sie. Mittlerweile ist Dina Haack bei ihrem Arbeitgeber beruflich aufgestiegen und leitet jetzt das Team für Marketing und Vertrieb. <<

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