Ingenieur/in – Versorgungs­technik; Ingenieur/in – Gebäude­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Ingenieurin für Versorgungstechnik

Tätigkeitsfelder:

Technisches Zeichnen, Konstruktion; Ver- und Entsorgung

Abgeschlossenes Studium in:

Energie- und Gebäudetechnik (Bachelor); Energiesystemtechnik (Master)

BERUFENET:

Ingenieur/in – Versorgungstechnik; Ingenieur/in – Gebäudetechnik

Wir planen und bauen Versorgungsanlagen für alle möglichen Bestands- und Neubauten – von Einfamilienhäusern über Schulen und Einkaufszentren bis hin zu Bürokomplexen.

Wasser, Luft und Wärme

Rabea Glienke (27) ist in einem Ingenieurbüro der technischen Gebäudeausrüstung für die Planung versorgungstechnischer Anlagen von Gebäuden zuständig – vom Einfamilienhaus bis zum Einkaufszentrum.

Nach ihrem Abitur studierte Rabea Glienke an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften zunächst Energie- und Gebäudetechnik im Bachelor und danach Energiesystemtechnik im Master. Während des Studiums absolvierte sie ein Praktikum beim Ingenieurbüro Marxen und Schmöckel Ingenieurgesellschaft mbH in Henstedt-Ulzburg – und konnte dort noch vor ihrem Masterabschluss ihre Stelle als Ingenieurin für Versorgungstechnik antreten. „Wir planen und bauen Versorgungsanlagen für alle möglichen Bestands- und Neubauten – von Einfamilienhäusern über Schulen und Einkaufszentren bis hin zu Bürokomplexen“, erzählt die 27-Jährige. Direkte Kollegen und Kolleginnen von ihr sind Ingenieure und Techniker der Bereiche Elektro- und Versorgungstechnik.

Pläne und Berechnungen

Die Planungsaufträge für Heizungs-, Lüftungs- oder Klimaanlagen sowie Sanitär- und Elektroanlagen erhält das Büro von Architekten oder direkt von den Bauherren. Jedes Projekt beginnt mit einem Startgespräch: „Beispielsweise kläre ich mit dem Bauherrn ab, wie das Ausstattungsniveau des Gebäudes werden soll und welcher Kostenrahmen einzuhalten ist.“ Auf Grundlage des Gebäudegrundrisses erstellt Rabea Glienke Pläne für Heiz-, Lüftungs- und Klimaanlagen und deren Infrastruktur. „Anhand der vorliegenden Daten berechne ich die Heizlast, um die Kapazität der Heizungsanlage zu bestimmen, und nehme Kontakt zu Herstellern auf“, erklärt die Ingenieurin. „Ähnlich ermittle ich den Spitzendurchfluss der Sanitärleitungen und -anlagen, um ein darauf passendes Warmwasserheizsystem planen zu können – alles hängt zusammen.“ Um die geplanten Anlagen in Betrieb zu nehmen, steht sie in engem Kontakt mit entsprechenden Strom-, Gas- und Wasserversorgern.

Bauarbeiten überwachen

Rabea Glienke bearbeitet mehrere Projekte parallel. Neben der Planung ist sie auch in die Realisierung der Anlagen eingebunden. Je nach Projekt hat sie dabei zudem die Bauleitung inne. Es gibt feste Besprechungstermine mit Architekten, Bauherrn und den am Bau beteiligten Gewerken. In regelmäßigen Abständen sucht sie die Baustelle auf und überwacht den Arbeitsfortschritt. „Ich erkläre den ausführenden Firmen das Konzept. Manchmal muss ich auch spontan auf die Gegebenheiten reagieren“, sagt die Ingenieurin und ergänzt: „Man hat mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun und sollte sich durchsetzen können.“ Ein weiterer Teil ihrer Arbeit ist die Rechnungsprüfung: Sind alle Baumaßnahmen korrekt abgerechnet, gibt sie die Rechnungen frei.

Als Alternative könnte Rabea Glienke beispielsweise auch bei Stadtwerken oder bei öffentlichen Auftraggebern im Baumanagement arbeiten. Allerdings ist sie mit ihrer Tätigkeit in einem Planungsbüro sehr zufrieden. <<

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