Ingenieur/in – Versorgungs­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Netzplanerin

Tätigkeitsfelder:

Ver- und Entsorgung; Energieberatung, -management

Abgeschlossenes Studium in:

Umweltschutztechnik, Versorgungstechnik

BERUFENET:

Ingenieur/in – Versorgungstechnik

Neben sicherem Auftreten und Kommunikationsstärke gehört auch die Lust am Lernen dazu.

Ein Netz mit Zukunft

Schon heute arbeitet Katharina Türk (25) am Gasnetz von morgen mit. Die Ingenieurin für Umweltschutz hat sich auf Versorgungstechnik spezialisiert und entwickelt nun neue Leitungssysteme für ganze Gemeinden. Neben fachlichem Know-how ist hier auch Präsentationsstärke gefragt.

Das Abitur in der Tasche, stellte sich für Katharina Türk wie für viele andere auch die Frage: Was soll ich studieren? „Es sollte ein technisches Fach sein, und es war mir wichtig, das Ganze mit dem Thema Umwelt zu kombinieren“, sagt die heute 25-Jährige. Sie entschied sich deshalb für den Bachelorstudiengang Umweltschutztechnik an der Universität Stuttgart.

Auf dem Lehrplan standen neben den klassischen Inhalten eines Ingenieursstudiengangs, wie etwa Physik, Maschinenbau und Energietechnik, auch Umweltchemie und Umweltpolitik. „Nach dem Grundstudium habe ich dann die Schwerpunkte Fluidmechanik und Versorgung gewählt, da mich dieser Bereich technisch besonders interessiert hat.“ An ihr Bachelorstudium hängte sie den gleichnamigen Masterstudiengang dran. Dem sechsmonatigen Fachpraktikum, das sie dabei absolvieren musste, misst sie eine besondere Bedeutung zu: Dieses absolvierte sie in der Abteilung „Gasrohrnetze“, bei der Netze BW GmbH in Stuttgart, in der sie auch heute tätig ist.

Planen, besprechen und präsentieren

Die Projekte, an denen Katharina Türk und ihre Kollegen arbeiten, drehen sich um die Gasversorgung von ganzen Gemeinden bis zum Jahr 2030. „Das ist die sogenannte Zielnetzplanung. Wir erarbeiten dafür die Unterlagen, mit denen wir uns für die Versorgungsrechte von Gemeinden bewerben.“ Das bedeutet bereits heute viel Arbeit für die Ingenieurin. Am Computer erstellt sie zum Beispiel anhand von Geodaten den zukünftigen Verlauf des Leitungssystems. Das Wissen, wie man mit CAD-Modellen und GIS-Informationen arbeitet, hat sie unter anderem in ihrem Studium und dem Praktikum bei ihrem Arbeitgeber erworben.

Die 2-D-Ansichten, die Katharina Türk erstellt, bespricht sie bei regelmäßigen Projektmeetings mit ihren Kollegen. Diese kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Neben Wirtschafts- und Maschinenbauingenieuren sind auch Betriebswirte in ihrer Abteilung beschäftigt. Die bunte fachliche Mischung des Teams ist für Katharina Türk ein klarer Vorteil: „Jeder bringt eine andere Expertise und damit einen neuen Blick auf die eigene Arbeit mit. Dieser Austausch ist sehr wichtig."

Kommunikationstalent und Wissensdurst

Ein wichtiger Aufgabenbereich der Rohrnetzberatung sind auch die Termine bei den Gemeinden vor Ort. „Dafür erarbeiten wir eine entsprechende Präsentation, mit der wir etwa dem Gemeinderat unsere Planungen vorstellen.“ Deshalb seien neben dem technischen Wissen auch andere Eigenschaften wichtig für ihren Beruf, sagt Katharina Türk: „Neben sicherem Auftreten und Kommunikationsstärke gehört auch die Lust am Lernen dazu.“ Zwar ist Katharina Türk noch relativ neu in ihrem Team, jedoch arbeitet sie bereits heute Pläne für die eigene Zukunft aus. „Ich kann mir gut vorstellen, noch ein nebenberufliches Studium zu absolvieren und einmal Aufgaben als Team- oder Projektleiterin zu übernehmen.“ <<

http://bfi.plus/59428