Ingenieur/in – Lebens­mittel­techno­logie

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Leiter Technologiecenter

Tätigkeitsfeld:

Verfahrens-, Produktentwicklung

Abgeschlossenes Studium in:

Lebensmitteltechnologie

BERUFENET:

Ingenieur/in – Lebensmitteltechnologie

Als Lebensmitteltechnologe spreche ich dieselbe Sprache wie unsere Kunden.

Burger-Formen für Fortgeschrittene

Christoph Thelen (32) kennt sich aus mit der Technologie, die aus Fleisch eine Salami macht. Der Ingenieur für Lebensmitteltechnologie entwickelt Produktionsmaschinen.

Den sorgsamen Umgang mit Fleischprodukten lernte Christoph Thelen während seiner Metzgerlehre. Anschließend studierte er an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Standort Lemgo, Lebensmitteltechnologie mit der Vertiefung Fleischtechnologie. Hier konnte er seine Freude, mit Lebensmitteln umzugehen, mit seiner Technologiebegeisterung kombinieren. Besonders gefielen ihm an seinem Studium der Praxisbezug und das Hineinschnuppern in andere Fachbereiche wie zum Beispiel in das Teilgebiet Convenience-Food, das sich mit teilfertigen oder verzehrfertigen Lebensmitteln befasst.

Mittlerweile setzt der junge Mann sein Wissen über Lebensmittel technisch um: Als Lebensmitteltechnologe entwickelt Christoph Thelen für die VEMAG Maschinenbau GmbH in Verden Produktionsmaschinen für den Fleisch- und Bäckereibereich.

Auf Augenhöhe mit den Kunden

Christoph Thelens großer Vorteil bei der täglichen Arbeit ist nun, dass er aufgrund der Metzgerlehre auch die Kundenseite kennt. „Als Lebensmitteltechnologe spreche ich dieselbe Sprache wie unsere Kunden.“ Er weiß, was ein Fleisch verarbeitendes Unternehmen beispielsweise von einer Formmaschine für Burger erwartet. „Wenn die Maschinenbauer im Entwicklungsprozess an ihre Grenzen stoßen, kann ich eine anwendungsbezogene Perspektive liefern“, erklärt der 32-Jährige.

Gerade hat Christoph Thelen einen neuen Prototyp für eine Portionier-Maschine getestet, die demnächst in die USA geliefert werden soll. Sollte es irgendwann einmal Fragen oder Probleme mit dieser Maschine geben, ist der Lebensmitteltechnologe der erste Ansprechpartner für seine amerikanischen Kunden.

Dienstreisen ins Ausland

Auf seinen Dienstreisen besucht der Ingenieur Lebensmittelproduzenten auf der ganzen Welt, von England über Dänemark bis Texas. Insgesamt 80 Prozent von Christopher Thelens Kunden sitzen im Ausland. Für den 32-Jährigen ist der Kontakt zu seinen Kunden insgesamt sehr wichtig, mit ihnen steht er in ständigem E-Mail-Austausch. Denn ohne ihr Feedback kann die Entwicklungsphase einer neuen Maschine nicht abgeschlossen werden: In Feldtest-Reihen prüft Christoph Thelen neue Entwicklungen unter Produktionsbedingungen direkt vor Ort bei den Lebensmittelproduzenten. „Damit wir wissen, ob eine Maschine einwandfrei funktioniert, muss sie so etwas wie einen Stresstest durchlaufen.“

Seine Offenheit für alles Neue hat sich Christoph Thelen bis heute bewahrt. In den Forschungs- und Entwicklungsbereich ist er deshalb auch ganz bewusst gegangen: „Ich will etwas bewegen. Und nicht schon am Morgen wissen, wie mein Arbeitstag ablaufen wird.“ <<

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