Ingenieur/in – Infor­mations- und Kommuni­kations­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Produktplanungs- und Supportingenieur

Tätigkeitsfelder:

Informations-, Kommunikationstechnik; Produktionsplanung, -steuerung

Abgeschlossenes Studium in:

Elektro- und Informationstechnik (dual)

BERUFENET:

Ingenieur/in – Informations- und Kommunikationstechnik

Vielleicht werde ich in Zukunft wieder für einige Monate an einen der Standorte weltweit wechseln.

Läuft alles nach Plan

Marco Soller (23) koordiniert die komplexen Abläufe bei Entwicklung, Produktion und Vertrieb von LEDs. Der Ingenieur für Informations- und Kommunikationstechnik ist vor allem für Produktplanung und Support zuständig.

Marco Soller unterstützt bei OSRAM Opto Semiconductors GmbH in Regensburg, einem weltweit tätigen Hersteller von Opto-Halbleitern wie beispielsweise Leuchtdioden, verschiedene Abteilungen – von der Entwicklung und dem Produktmanagement über das Marketing und den Kundenservice bis hin zur Fertigung. Er hilft als Produktplanungs- und Supportingenieur dabei, dass die Abläufe nach innen und nach außen reibungslos funktionieren, sei es bei einer Fertigungsumstellung oder bei der Markteinführung eines neu entwickelten Produkts. „Wegen des breiten Spektrums sind die Aufgaben in meiner Abteilung vielfältig und verlangen sowohl technisches Verständnis und Programmierkenntnisse als auch wirtschaftliches Denken und Managementgeschick“, sagt der 23-jährige Ingenieur für Informationstechnik.

Der Mann für technische Daten

Marco Soller und seine Kollegen sind für den Fachbereich der Visible LEDs zuständig, die zum Beispiel im Automotive-Segment Anwendung finden. „Meine Kollegen kommen aus unterschiedlichen technischen Richtungen, darunter Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik“, meint der Ingenieur, dessen Arbeitstage ebenfalls sehr unterschiedlich verlaufen. Mal soll er die Fertigungsverteilung für bestimmte Produkte analysieren, die er mithilfe einer Datenbank eruiert. Mal erbittet der Customer Service oder das Marketing die Auswertung von Bestellungen, Lieferungen und Beständen.

Oder er soll für das Produktmanagement die Einführung eines neuen LED-Typs anstoßen. In diesem Fall hinterlegt er die Anforderungen, die auf Basis von Entwicklungsdaten angesetzt wurden – dazu gehören technische Kenndaten wie Helligkeits- oder Farbwerte –, in einem Workflow. Der neue LED-Typ wird dadurch im System angelegt. Hinzu kommen weitere Daten wie Fertigungsspezifikationen oder Informationen zu Augensicherheitsklasse, Produktionsstandort und Lieferumfang der neuen Chips. „Damit das Schnittstellenmanagement gelingt, muss ich alle Daten und Auswertungen für die einzelnen Abteilungen in präzisen Anforderungspaketen zusammenstellen und weiterleiten.“ Bei seiner Arbeit hat Marco Soller zudem den Fertigungsprozess sowie den Kostenfaktor im Blick. Bei komplexeren Auswertungen und Berechnungen sind auch seine Programmier- und IT-Kenntnisse von Nutzen.

Austausch mit Kollegen im Ausland

Mit den einzelnen Abteilungen kommuniziert Marco Soller telefonisch oder per Mail. Da sein Arbeitgeber weltweit produziert, tauscht er sich regelmäßig auch mit ausländischen Kollegen aus – und benötigt hierfür gutes Fachenglisch. Auslandserfahrung sammeln konnte er bereits während seines dualen Bachelorstudiums der Elektro- und Informationstechnik, das die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg in Kooperation unter anderem mit seinem Arbeitgeber anbietet und das zusätzlich die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik umfasst. Sein Praxissemester verbrachte er im Werk in Penang in Malaysia. „Vielleicht werde ich in Zukunft wieder für einige Monate an einen der Standorte weltweit wechseln.“ <<

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