Ingenieur/in – Druck- und Medien­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Sound Engineer

Tätigkeitsfelder:

Medienproduktion (Print, Online, Multimedia); Verfahrens-, Produktentwicklung

Abgeschlossenes Studium in:

Medienproduktion und Medientechnik

BERUFENET:

Ingenieur/in – Druck- und Medientechnik

Ich muss die Klangfarbe so anpassen, dass sie bei möglichst allen Musikrichtungen gut klingt.

Für einen guten Sound sorgen

Dank Mate Tasnadi (31) bekommen die Autofahrer Musik in optimaler Qualität zu hören. Der Ingenieur für Medientechnik erledigt die Klangabstimmung in Pkw.

Wenn die Bässe gut rüberkommen und das Klangbild makellos ist, hat Mate Tasnadi einen guten Job gemacht. Der Ingenieur für Medientechnik ist bei der BFFT Gesellschaft für Fahrzeugtechnik in Gaimersheim angestellt und für die Musikanlagen in Autos zuständig. Das Unternehmen stellt mit verschiedenen Tests sicher, dass die Technik im Auto tadellos funktioniert. Mate Tasnadi erledigt die Klangabstimmung. Dafür braucht er nicht nur ein gutes Gehör, sondern auch ein Verständnis für die Prinzipien der Tontechnik. „Ich muss die Klangfarbe so anpassen, dass sie bei möglichst allen Musikrichtungen gut klingt“, fasst der Sound Engineer seine Aufgabe zusammen.

Tontechnik und Audioproduktion

Der Ingenieur hat an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden Medienproduktion und Medientechnik studiert. Der Bachelorstudiengang, der unter anderem das technische Wissen rund um die Produktion von audiovisuellen und computergestützten Medien vermittelt, war eine gute Vorbereitung auf seine jetzige Funktion: „Tontechnik und Audioproduktion wurden im Studium unterrichtet. Zudem konnte man sich Wahlpflichtfächer zum Thema Fahrzeugtechnik aussuchen. Überhaupt war das Studium sehr breit angelegt. Deshalb arbeiten meine Kommilitonen auch in ganz unterschiedlichen Bereichen.“ Ingenieure für Medientechnik können zum Beispiel als Webdesigner, Tontechniker oder beim Film und Fernsehen tätig werden.

Dass Mate Tasnadi in der Automobilbranche landen würde, deutete sich bereits im Studium an. Er absolvierte sein Praktikum bei einem Autohersteller und schrieb auch die Bachelorarbeit zusammen mit einem weiteren Vertreter dieser Branche. So entstand auch der Kontakt zu seinem heutigen Arbeitgeber.

Der optimale Klang ist das Ziel

Etwa zwei Jahre, bevor ein neues Automodell auf den Markt kommt, ist Mate Tasnadi bereits involviert. Wurde ein Prototyp mit allen Lautsprechern und Verstärkern ausgestattet, kann der Ingenieur die Feinabstimmung vornehmen. Er legt eine Test-CD mit verschiedenen Songs ein, führt Messungen durch, vertraut aber auch seinem Gehör. Sein Ziel ist der optimale Klang. Das ist in einem Fahrzeug deutlich schwieriger zu erreichen als in einem geschlossenen Raum. Je nach Innenraum des Fahrzeugs können verschiedene akustische Phänomene auftauchen. Anpassungen sind also unvermeidbar.

Der Ingenieur schließt seinen Computer an das Fahrzeug an. Eine spezielle Software gibt ihm die Möglichkeit, den Sound live zu mischen. „Ich kann die Laufzeiten der Lautsprecher und den Frequenzgang verändern. Mit diesen beiden Einflussmöglichkeiten verändere ich das Klangbild, während ich die Musik aus den Lautsprechern höre.“

Dabei geht er sehr detailbesessen vor. Erst werden die Feinabstimmungen in einem stehenden Auto vorgenommen, dann während der Fahrt. „Im Verkehr kommen schließlich Motor- oder Windgeräusche hinzu.“ Ist die Arbeit abgeschlossen, verschaffen sich Experten des Auftraggebers selbst einen Eindruck. Möglicherweise hat Tasnadi noch einige Anpassungen vorzunehmen. Danach steht der Produktion des Autos nichts mehr im Weg. <<

http://bfi.plus/59347