Ingenieur/in – Auto­matisierungs­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Ingenieur für Automatisierungstechnik

Tätigkeitsfelder:

Verfahrens- und Produktentwicklung; Produktionsplanung und -steuerung

Abgeschlossenes Studium in:

Automatisierungstechnik

BERUFENET:

Ingenieur/in – Automatisierungstechnik

Insgesamt ist das Gebiet der Elektrotechnik ein sehr schnelllebiges.

Hohe Leistung, niedriger Stromverbrauch

Johannes Mühl (28) arbeitet bei einem Hersteller von Druckmaschinen. Der Ingenieur für Automatisierungstechnik entwickelt elektronische Baugruppen für die Steuerung und Regelung von Maschinen.

Automatisierungstechnik ermöglicht den sicheren und störungsfreien Betrieb von komplexen Maschinen und Anlagen. Innerhalb dieses Arbeitsbereichs gibt es ein breites Spektrum an unterschiedlichen Aufgaben. In einem Teilbereich der Automatisierungstechnik ist Johannes Mühl tätig.

Der 28-Jährige arbeitet bei der Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort werden Maschinen für verschiedene Druckverfahren hergestellt, mit denen zum Beispiel Papier, Karton oder Etiketten für Verpackungen oder Prospekte bedruckt werden können. Konkret arbeitet der Ingenieur daran, die Leistungsaufnahme der elektrischen Antriebe zu reduzieren, die in den Maschinen verbaut sind. Dies soll zu einer Reduzierung der Stromkosten der Druckereien beitragen. „Dabei spielt die Umwandlung von Energie stets eine wichtige Rolle“, sagt er.

Mehrere Projektphasen

Um eine neue Steuerungselektronik zu entwickeln, simuliert der Ingenieur im ersten Schritt der Projektphase am Computer die Strom- und Spannungsverläufe und die geforderte Funktionalität. Im zweiten Schritt führt er Versuche im Labor durch, um die Simulationsergebnisse zu überprüfen. Dabei nutzt er Messgeräte wie zum Beispiel ein Oszilloskop, mit dem sich elektrische Spannungen und deren Verlauf auf einem Bildschirm darstellen lassen.

Wenn die Schaltungsentwicklung abgeschlossen ist, wird die Verdrahtung der einzelnen Bauelemente auf einer Leiterplatte durchgeführt. Diese komplexe Aufgabe setzt der Entwickler mit einem Spezialisten für das sogenannte Leiterplattenlayout um. Nach der Erstellung der Leiterplatte erfolgt die Funktionsüberprüfung. Erst nach dem Abschluss aller Prüfungen kann eine Baugruppe dann für die Montage in Maschinen freigegeben werden.

Abstimmung mit verschiedenen Abteilungen

Die Arbeit des Ingenieurs für Automatisierungstechnik ist aber nicht auf die Entwicklung und die Prüfung der Baugruppen beschränkt. Er ist verantwortlich dafür, dass die Kommunikation mit den verschiedenen Abteilungen im Unternehmen reibungslos verläuft und alle Beteiligten die benötigten Informationen vorliegen haben. „Wenn ich Versuche im Labor durchführe, muss ich mit den Mitarbeitern dort den Aufbau der Versuche abstimmen. Der Einkaufsabteilung kommuniziere ich, welche Bauteile ich benötige. Während ich das Projekt umsetze, arbeite ich intensiv mit der Layout-Abteilung zusammen.“

Der 28-Jährige hat an der Hochschule Mannheim Automatisierungstechnik studiert und war bereits als Student bei seinem heutigen Arbeitgeber tätig. „Automatisierungstechnik ist ein relativ junges Studienfach. Viele meiner Kollegen haben Elektrotechnik studiert“, sagt Johannes Mühl über den Studienhintergrund seiner Kollegen.

Und wie steht es um die Innovationsgeschwindigkeit in seinem Arbeitsbereich? „Insgesamt ist das Gebiet der Elektrotechnik ein sehr schnelllebiges. Nach fünf bis zehn Jahren sind die auf den Steuerungsbaugruppen verwendeten elektronischen Bauelemente veraltet und werden von den Halbleiterherstellern durch modernere und effektivere Bauteile ersetzt.“ <<

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