Ingenieur/in – Auto­matisierungs­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Applikationsingenieur

Tätigkeitsfelder:

Mechatronik und Automatisierungstechnik; Verfahrensentwicklung, Produktentwicklung

Abgeschlossenes Studium in:

Europäisches Elektrotechnik-Studium mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik (Diplom)

BERUFENET:

Ingenieur/in – Automatisierungstechnik

Ein Blick von außen tut der Entwicklung sehr gut. Man wird sonst betriebsblind.

Schlaue, passgenaue Systeme

Für Industriekunden entwickelt Thomas Monhaupt (32) Lösungen mit Automatisierungstechnik. Der Ingenieur bringt dabei sein Interesse für Elektrotechnik, Mechanik und Informatik zusammen.

Thomas Monhaupt arbeitet als Applikationsingenieur für Industrielösungen bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont, einem Spezialisten für Automatisierungstechnik. „Energieeffizienz und die damit verbundene Energieeinsparung werden auch im industriellen Bereich immer wichtiger. Die Unternehmen müssen gesetzliche Auflagen erfüllen“, erläutert der 32-Jährige. „Lösungen aus Komponenten mit Automatisierungstechnik sind hier gefragt: Das fängt bei der Lichtsteuerung an und geht bis zu komplexen Energiemanagementsystemen.“ So können Energieflüsse und Verbrauch transparent gemacht werden.

Prozess von A bis Z betreuen

Im Elektrotechnik-Studium mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik an der Hochschule Osnabrück wurde Thomas Monhaupt schnell klar, dass er in der Entwicklung praxisnaher und praktikabler Lösungen für eine moderne Industrie mitwirken wollte. Dieses Berufsziel hat er erreicht. Von der Erstellung des Lasten- und Pflichtenhefts mit den Spezifikationen des Auftrags bis hin zur Inbetriebnahme begleitet er nun den ganzen Prozess im Auftrag des Kunden. Dabei behält er den Zeit- und Budgetrahmen immer im Blick.

Zunächst versucht er, bestehende Systeme aus dem Firmenportfolio – das Unternehmen hat inzwischen rund 60.000 Produkte im Angebot – nach Kundenspezifikationen zu modifizieren und den Gegebenheiten des jeweiligen Fabrikumfelds anzupassen. Ein Produkttyp sind die Datenlogger, mit denen man möglichst viele Anforderungen in einem modularen System abdecken kann – zum Beispiel hinsichtlich Energiemessung oder automatisiertem An- und Ausschalten der Maschine. In Betrieb genommen werden sie von den Kunden mithilfe einer Web-Oberfläche.

Thomas Monhaupt verwaltet und ergänzt die Informationen zum neu entwickelten Produkt dann in der internen Datenbank und stellt sie auch für die Technische Dokumentation bereit, die der Erarbeitung des Handbuchs dient. Bei spezifischeren Nachfragen zum Produkt unterstützt er die Kollegen in Vertrieb und Support.

Geduld gefragt

Nicht alle Vorstellungen der Kunden sind technisch machbar, und manche Tests laufen nicht nach Wunsch. Hier sind Engagement und Geduld gefragt. Bei der Problemlösung nutzt der Ingenieur Engineering-Tools auf seinem Rechner, prüft die Systeme aber auch an Test-Aufbauten mit angeschlossenen Sensoren – entweder direkt im Büro oder wenn erforderlich im abgesicherten Laborumfeld. Manchmal ist es sinnvoll, den Prototypen in der Testphase direkt vor Ort in Betrieb zu nehmen.

Auf Dienstreise ist Thomas Monhaupt auch, um neu entwickelte Modelle im Feld bei Kunden zu testen und dazu deren Feedback einzuholen. „Ein Blick von außen tut der Entwicklung sehr gut. Man wird sonst betriebsblind.“ Ideen kommen ihm auch im Dialog mit seinen Kollegen, mit denen er sich ein Großraumbüro teilt – darunter sind Ingenieure und Techniker verschiedener Schwerpunkte sowie IT-Entwickler. <<

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