Informatik­kaufmann/-kauffrau

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

IT Consultant

BERUFENET:

Informatikkaufmann/-kauffrau

Die Mischung aus Informatik und Betriebswirtschaft hat mich gereizt.

Damit alles fließt

Julia Stawicki (23) sorgt dafür, dass IT-Systeme zuverlässig funktionieren und weiterentwickelt werden. Das Wissen dazu hat sie mit ihrer Berufsausbildung zur Informatikkauffrau erworben.

Als Informatikkauffrau bei der Metro Group hat Julia Stawicki vor allem eine Aufgabe: Sie und ihre Kollegen müssen den Servicegesellschaften und Vertriebslinien, die der Dachgesellschaft angehören, ein gut funktionierendes IT-System zur Verfügung stellen, es aktualisieren und mögliche Fehler beheben. „Es geht in unserem Beruf darum, Anforderungen aufzunehmen, auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu prüfen, umzusetzen, zu testen und einzuführen“, erläutert die 23-Jährige.

Gleich nach dem Abitur begann sie mit ihrer Ausbildung. „Die Mischung aus Informatik und Betriebswirtschaft hat mich gereizt“, sagt Julia Stawicki. Auch die Aussicht auf viele berufliche Möglichkeiten, die sich danach bieten, hat ihre Entscheidung damals beeinflusst. „Jeder, der mit mir diese Ausbildung gemacht hat, arbeitet heute in einem anderen Bereich“, erzählt sie. „Ich bin im IT-Bereich des Personalwesens gelandet, andere arbeiten zum Beispiel in der Warenwirtschaft.

Videokonferenzen mit den Programmierern

Zu ihren Kernaufgaben zählt das Reisemanagement. Ihr Arbeitgeber ist in vielen Ländern der Welt tätig, weshalb einige Mitarbeiter des Unternehmens oft unterwegs sind. Alle Reisen müssen genehmigt und später abgerechnet werden; das geschieht über ein internes Computersystem. „Wir verwenden dafür eine Standardsoftware, die wir aber an jedes Land anpassen müssen“, erläutert sie. Mehrmals wöchentlich schaltet sie sich zu Videokonferenzen mit den Programmierern zusammen, deren Arbeiten sie koordiniert. „Wir sprechen dann zum Beispiel darüber, wo es aktuell Probleme gibt und wie wir weiter vorgehen“, erklärt sie. Sie programmiert zwar nicht selbst, kann aber Programmcodes lesen – und deshalb mit den Entwicklern auf Augenhöhe diskutieren.

Julia Stawicki betreut mehrere Projekte gleichzeitig – da hilft es, dass sie sich selbst ebenfalls gut organisieren kann. Unter anderem ist sie auch für eine Recruiting-Software zuständig, über die das Unternehmen Bewerbungsverfahren abwickeln kann. Und wenn eine Software in den Firmenstandorten eines anderen Landes neu eingeführt wird, muss Julia Stawicki den künftigen Anwendern erklären, was das Programm kann und inwiefern es ihre Arbeit erleichtert oder bereichert. Auch Kommunikationsstärke und Fremdsprachenkenntnisse sind also Grundvoraussetzungen für ihren Beruf.

Immer auf dem Laufenden

Wenn die Programmierarbeiten abgeschlossen sind, testet Julia Stawicki die neuen Module. Kleinere Systemanpassungen nimmt sie bei Bedarf auch selbst vor. Außerdem schult sie Mitarbeiter im Umgang mit den neuen Funktionen.

Obwohl sie durch ihre Berufsausbildung bereits über viel Wissen verfügt hat, möchte sich die Informatikkauffrau weiterhin neues Know-how aneignen. Derzeit absolviert sie neben dem Beruf ein Studium in Wirtschaftsinformatik: „Das Lernen hört in diesem Beruf niemals auf. Ich informiere mich online und mithilfe von Fachbüchern oder unterhalte mich mit Kollegen über Neuigkeiten aus der IT-Branche“, erzählt sie. Die Technik entwickelt sich rasch weiter, die Branche verändert sich ständig. „Deshalb muss man bereit sein, sich neben der Arbeit auf dem Laufenden zu halten.“ <<

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