Industrie­kauf­mann/-kauf­frau

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Intercompany-Buchhalter

BERUFENET:

Industriekaufmann/-kauffrau

Wir müssen uns über neue Vorschriften, wie zum Beispiel im Steuerrecht, informieren.

Zwischen die Zahlen blicken

Florian Baum (24) ist als Industriekaufmann in der Welt von Abrechnungen und Wirtschaftszahlen zu Hause. Neben Mathematikkenntnissen ist aber auch seine Kommunikationsstärke gefragt.

Nach dem Abitur wollte Florian Baum eines unbedingt: in Zukunft Gelerntes sofort praktisch umsetzen können. Mit dem Schulabschluss in der Tasche entschloss er sich deshalb, eine Ausbildung zum Industriekaufmann einzuschlagen. „Es ist für mich eine perfekte Mischung aus Wirtschafts- und Industriebereichen“, so der 24-Jährige. Seinen heutigen Arbeitgeber, die LEONI Kabel Holding GmbH im mittelfränkischen Roth, kannte er bereits von einem Schnupperpraktikum und einem Ferienjob.

Während der dreijährigen Ausbildung lernte Florian Baum die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens kennen, in denen das Know-how von Industriekaufleuten gefragt ist. „Vom IT-Bereich bis zum Vertrieb war alles dabei.“ Vor allem die Bereiche Rechnungswesen und Buchhaltung hatten es ihm angetan. Nach seiner erfolgreichen Abschlussprüfung konnte er dann in diesen Arbeitsbereich einsteigen. „Der Übergang vom Auszubildenden zur Fachkraft war für mich fließend, da ich bereits vorher in der Abteilung tätig war und zum Ende hin schon viel selbst machen konnte."

Teamfähigkeit großgeschrieben

Als sogenannter Intercompany-Buchhalter ist Florian Baum heute für die kaufmännischen Abschlüsse seines Arbeitgebers mit dessen Tochterunternehmen zuständig. Die Abteilung von Florian Baum besteht aus mehr als 20 Mitarbeitern. „Die meisten haben wie ich eine Ausbildung gemacht, viele haben noch eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter angeschlossen.“

Neben guten Kenntnissen in Mathematik sind kaufmännisches Denken und ein Gespür für die wirtschaftlichen Zusammenhänge für den Industriekaufmann von großer Bedeutung. Als Buchhaltungsspezialist gilt es für ihn unter anderem alle betrieblichen Geschäftsprozesse zu überblicken. Das ist zum Beispiel wichtig, um die Hintergründe der Zahlungsprozesse zu verstehen.

Abschlüsse und Rechnungen – international

Als Intercompany-Buchhalter verfasst Florian Baum beispielsweise Rechnungsdokumente, nimmt Eingangs- und Ausgangsbuchungen vor oder kalkuliert monatliche Forderungsanalysen der Tochterbetriebe. Dafür steht er auch mit der Konzernzentrale in Kontakt und erstellt Berichte über alle Zahlungsflüsse. „Da die Tochterunternehmen zum Teil im Ausland sitzen, sind gute Englischkenntnisse für meinen Beruf von großer Bedeutung.“ Seine Sprachkenntnisse konnte Florian Baum bereits während der Ausbildung verfeinern: So hatte er durch seinen Arbeitgeber die Gelegenheit, für vier Wochen ein Praktikum bei einer Tochtergesellschaft in Polen zu absolvieren. Des Weiteren ermöglichte ihm die Berufsschule, drei Wochen ein College in England zu besuchen und so einen Zusatzabschluss als „Kaufmann International“ zu erwerben.

Die Verbindung von Lernen und Praxis, die Florian Baums Karriere voranbrachte, hat für ihn auch in Zukunft einen festen Platz: „Wir müssen immer auf dem aktuellsten Stand bleiben und uns über neue Vorschriften, wie zum Beispiel im Steuerrecht, informieren.“ Auch eine umfangreiche Weiterbildung würde dem Industriekaufmann gefallen. Ob es nun konkret ein Lehrgang zum Bilanzbuchhalter oder ein Studium sein wird, weiß er noch nicht. „Eines ist für mich auf jeden Fall sicher: Ich möchte mir weiterhin neue, spannende Aufgaben erschließen.“ <<

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