Immobilien­kauf­mann/-frau

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Immobilienmaklerin

Tätigkeitsfeld:

Immobilienmanagement

Abgeschlossene Ausbildung als:

Immobilienkauffrau

BERUFENET:

Immobilienkaufmann/-frau

Für den Maklerberuf muss man offen sein und gern mit Menschen zusammenarbeiten.

An der richtigen Adresse

Seit dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Immobilienkauffrau arbeitet Sabrina Trippel (28) als Immobilienmaklerin. Mittlerweile hat sie die Leitung eines Immobilienshops übernommen.

Als sie den Führerschein in der Tasche hatte, fuhr Sabrina Trippel gern in guten Wohngegenden herum. Sie stellte sich vor, wie die Häuser wohl von innen aussahen, welche Geschichte sie hatten und welchen Architekturstil. „Ich fand Immobilien schon immer spannend. Daher war für mich bereits bei der Ausbildung zur Immobilienkauffrau klar, dass ich später gern als Immobilienmaklerin arbeiten wollte“, erzählt sie. Nach einer durch das Abitur auf zweieinhalb Jahre verkürzten Ausbildung bei von Poll Immobilien startete sie in einem Maklershop des Unternehmens in Dreieich bei Frankfurt am Main durch. 2014 übernahm sie die Leitung des Shops mit vier Maklerkollegen und einer Auszubildenden.

Viele Schritte bis zum Abschluss

„Als Makler bringen wir Immobilienkäufer und -verkäufer beziehungsweise Mieter und Vermieter zusammen“, erklärt Sabrina Trippel. Die Aufgaben, bis ein Geschäft abgeschlossen ist, sind vielfältig: Die 28-Jährige fährt zu den Eigentümern, bewertet die Immobilien – meist Bestandsimmobilien in privater Hand –, überprüft die Unterlagen, macht Fotos, erstellt Exposés für den Verkauf und schaltet auf Wunsch Anzeigen in Printmedien und auf Immobilienportalen. Melden sich potenzielle Käufer für ein Haus oder eine Wohnung, überprüft sie das Interesse und die Zahlungs­fähigkeit der Kunden. Sie organisiert und begleitet Besichtigungstermine, betreut die Verhandlungen zwischen Käufern und Verkäufern und geht mit ihnen zur Besiegelung des Kaufvertrages zum Notar. „Etwa die Hälfte meiner Arbeitszeit verbringe ich im Büro, die andere Hälfte auf ­Außeneinsätzen – häufig auch abends und am Wochenende“, berichtet die Maklerin. „Es ist ein Fulltime-Job, aber ­dafür kann ich meine Zeit flexibel einteilen und dadurch ­Arbeit und Privatleben gut vereinbaren.“

Ein gutes Netzwerk ist wichtig

„Für den Maklerberuf muss man offen sein und gern mit Menschen zusammenarbeiten. Man sollte selbstbewusst auftreten und gut kommunizieren können“, sagt Sabrina Trippel. Auch fachliche Kenntnisse in Buchhaltung und Finanzen sind notwendig. Um immer wieder neue Objekte und Käufer zu finden, brauchen Immobilienkaufleute ein funktionierendes Netzwerk und sie müssen den Markt und die Immobilienlagen gut kennen. Daher ist es von Vorteil, wenn man schon länger in einer Gegend lebt und arbeitet. „Da wir rund um Frankfurt oft ausländische Interessenten haben, muss ich auch Englisch sprechen – in anderen Gegenden ist das vielleicht nicht so sehr von Bedeutung.“

Ihre Maklerkollegen sind zum Beispiel Architekten, Bauingenieure, Kaufleute oder Betriebswirte, alle mit professioneller Maklerausbildung und Zertifizierung. Sie selbst hätte nach der Ausbildung auch im Innendienst arbeiten und ihren Kollegen mit der Aufbereitung von Terminen helfen können. Im Ausland könnte Sabrina Trippel ebenfalls tätig sein. „Die Marktlage und die rechtlichen Grundlagen der Immobilienvermittlung sind allerdings in jedem Land etwas anders. Man muss sich intensiv damit vertraut machen, schnell ein starkes Netzwerk aufbauen und natürlich auch die Landessprache beherrschen.“ <<

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