Immissions­schutz­beauftragte/r; Ingenieur/in – Umwelt­schutz/Umwelt­technik

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Ingenieurin für Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik

Tätigkeitsfelder:

Umwelttechnik; Umweltberatung und -management

Abgeschlossenes Studium in:

Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitsingenieurwesen

BERUFENET:

Immissionsschutzbeauftragte/r; Ingenieur/in – Umweltschutz/Umwelttechnik

Arbeits- und Umweltschutzrecht ändern sich laufend.

Leiser, sauberer, umweltschonender

Mit Christina Bäcker (27) sind Betriebe auf der sicheren Seite: Die Umweltingenieurin ist für ihre Kunden als Immissionsschutzbeauftragte tätig, unterstützt diese aber auch bei vielen anderen Fragen rund um den Umweltschutz und die Einhaltung gesetzlicher Auflagen.

Betriebe und Unternehmen quer durch alle Branchen müssen Umweltschäden, etwa durch Luftverschmutzung, Lärm oder den Austritt von Gefahrstoffen, vermeiden. Betriebe, die zum Beispiel gesetzlich dazu verpflichtet sind, einen Immissionsschutzbeauftragten zu bestellen, können selbst einen Mitarbeiter mit diesen Aufgaben betrauen oder auf einen externen Dienstleister zurückgreifen.

Christina Bäcker arbeitet bei der ARQUS Ingenieurbüro GmbH & Co. KG, die sich unter anderem auf diesen Tätigkeitsbereich spezialisiert hat. Die 27-Jährige berät die Kunden in Sachen Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Qualitätsmanagement. „Häufig benötigen die Betriebe neben einem Immissionsschutzbeauftragten zudem eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, einen Abfallbeauftragten und einen Gewässerschutzbeauftragten“, erläutert sie. „Wir übernehmen diese Funktionen oder auch nur projektbezogene Einzelleistungen.“

Lärm messen, Anlagen besichtigen

Christina Bäcker ist beruflich viel unterwegs: teils in der näheren Umgebung, oftmals bundesweit und gelegentlich sogar im Ausland. Je nach Auftrag besichtigt sie beim Kunden vor Ort genehmigungspflichtige Anlagen, führt Lärmmessungen durch oder macht eine Bestandsaufnahme aller Gefahrstoffe. Zurück im Büro arbeitet sie die Informationen auf: „Wir schildern dabei, was wir beobachtet haben, und machen immer auch Verbesserungsvorschläge“, sagt sie. Alles muss dokumentiert werden; für ihren Alltag bedeutet das: viel Schreibarbeit. Sie erstellt Gefahrstoff- und Betriebsanweisungen, schreibt Jahresberichte oder unterstützt die Kunden bei Erklärungen rund um den Immissionsschutz. Viele der Berichte werden auf Englisch abgefasst.

Auch Schulungen gehören zu ihren Aufgaben: „Arbeits- und Umweltschutzrecht ändern sich laufend“, erläutert sie. „Darüber informieren wir die Mitarbeiter unserer Kunden auf Wunsch.“ Ebenso unterstützt sie Kunden bei der Erstellung von Umwelt-Rechtskatastern. Diese beschreiben, welche Umweltauflagen für einen Betrieb relevant sind, welche Pflichten sich daraus ergeben und welche Maßnahmen man ergreifen sollte.

Fachwissen immer aktualisieren

Fachlich muss sie sich einerseits mit den Vorschriften auskennen, andererseits aber auch mit Fragen des technischen Umweltschutzes – etwa zur Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung, zum Umgang mit Abfall und Altlasten oder zur Luftreinhaltung und Lärmminderung.

Studiert hat sie Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen: „Bereits während des Studiums habe ich mehrere Zertifikate erworben, die man zum Beispiel als Immissions- und Gewässerschutzbeauftragte benötigt“, erzählt sie. Auch viele ihrer Kollegen bringen ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit.

Weil sich gesetzliche Vorgaben und auch die Technik permanent ändern, hält Christina Bäcker ihr Wissen immer auf dem aktuellen Stand, etwa über Fachportale. „Dazu kommen Fortbildungen“, sagt sie. „Das kann ein Workshop für ein Gefahrstoffmanagement-Arbeitstool sein oder auch mal eine Weiterbildung im Energiemanagement.“ <<

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