Idea- und Innovations-Manager/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Innovationsmanagerin

Tätigkeitsfeld:

Management und Unternehmensführung

Abgeschlossenes Studium in:

Betriebswirtschaftslehre

BERUFENET:

Idea- und Innovations-Manager/in

Man muss fachübergreifend denken und Menschen aus verschiedenen Fachbereichen zusammenbringen ­können.

Ideen zusammenbringen

Als Innovationsmanagerin ist Nupur Saxena-Buck (31) stets auf der Suche nach neuen Ideen. Dabei arbeitet sie mit Kollegen und auch mit Mitarbeitern aus Partnerunternehmen zusammen.

Während ihres Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg arbeitete Nupur Saxena-Buck als Werkstudentin in der Forschungsabteilung eines großen Konzerns. „Dort habe ich das Innovationsmanagement kennengelernt – eine sehr spannende Aufgabe“, sagt die 31-Jährige. Nach ihrer Diplomarbeit zum Thema Solarenergie arbeitete sie zunächst bei der Max-Planck-Gesellschaft. Dort betreute sie Start-ups, die sich aus der Gesellschaft ausgegründet hatten. Später wechselte sie zur Thüga-AG in München, die Teil eines bundesweiten Netzwerks lokaler und regionaler Energieversorger ist, und stieg dort in die neu gegründete Abteilung Innovationsmanagement ein.

Austausch über neue Technologien

Ihre vier Kolleginnen und Kollegen im Team haben zum Teil ebenfalls BWL, zum Teil Wirtschaftsingenieurwesen studiert. „Wir sammeln gemeinsam Ideen und entwickeln daraus zusammen mit unseren Partnerunternehmen neue Projekte“, erläutert Nupur Saxena-Buck. „Wir haben zum Beispiel eine Technologie-Plattform für Smarthome entwickelt, mit der man Licht und Heizung in der Wohnung über das Smartphone steuert oder kontrollieren kann, ob es pflegebedürftigen Angehörigen gut geht."

Eine weitere Innovation ihres Teams ist eine Ideenplattform, über die sich alle Beteiligten über neue Technologien austauschen können. Zusammen mit ihren Kollegen hat sie zudem eine sogenannte Innovationslandkarte entwickelt, auf der sich die Innovationsthemen für die nächsten Jahre übersichtlich darstellen lassen. Bei manchen Projekten arbeitet das Team mit Start-ups zusammen oder bezieht die Kunden in den Prozess der Produktentwicklung mit ein.

Nupur Saxena-Buck nimmt außerdem an Fachkonferenzen teil, um Anstöße für neue Ideen zu erhalten. „Wir arbeiten bei der Suche nach Innovationen mit Technikern aus den Stadtwerken ebenso zusammen wie mit den IT-Experten aus unserem Haus“, sagt sie. „Man muss als Innovationsmanagerin fachübergreifend denken und Menschen aus verschiedenen Fachbereichen zusammenbringen können.“ Das ist schon deshalb wichtig, weil sie an der Schnittstelle zu vielen anderen Abteilungen arbeitet. Auch Teamfähigkeit und die Bereitschaft, sich in fachfremde Themen einzuarbeiten, sind notwendig.

Durchhaltevermögen und Überzeugungskraft

Nicht immer nehmen die Beteiligten Veränderungsvorschläge sofort an, daher braucht sie als Innovationsmanagerin Durchhaltevermögen und Überzeugungskraft. Auch Leidenschaft für ihre Arbeit und Engagement sind wichtig. „Wenn ein dringendes Projekt ansteht, muss ich mich auch mal am Wochenende in das Thema einarbeiten.“ Ansonsten hat Nupur Saxena-Buck, die seit der Geburt ihres Kindes in Teilzeit arbeitet, einen geregelten Arbeitstag.

Da alle Unternehmen, gleich in welcher Branche oder in welchem Land, immer wieder neue Geschäftsfelder entwickeln müssen, um gegenüber den Wettbewerbern zu bestehen, könnte die Innovationsmanagerin ebenso gut im Ausland arbeiten. Alternativ hätte sie beispielsweise auch in der internen Unternehmensentwicklung einer Firma tätig werden können. <<

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