Gesund­heits­förderer/-förderin, -pädagoge/-pädagogin

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Gesundheitspädagogin

Tätigkeitsfeld:

Gesundheitsberatung, -förderung

Abgeschlossenes Studium in:

Gesundheitsförderung und -management, Gesundheitspädagogik

BERUFENET:

Gesundheitsförderer/-förderin, -pädagoge/-pädagogin

Ich erkläre den Patienten die Funktionsweise unserer Haut.

Wie man gesund bleibt

Gesundheitspädagogen unterrichten Menschen zu Themen wie Bewegung, Ernährung und gesunder Lebensführung. So auch Michaela Ludewig (27). Sie klärt Patienten mit berufsbedingten dermatologischen Erkrankungen über den richtigen Umgang mit ihrer Haut auf.

Die Voraussetzung für ihre aktuelle Stelle schuf Michaela Ludewig durch ihr Studium. „Zunächst habe ich an der Hochschule Magdeburg-Stendal meinen Bachelor in Gesundheitsförderung und -management gemacht und dann an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg einen Master in Gesundheitspädagogik drangehängt“, erzählt die 27-Jährige. Während ihres Studiums sammelte sie bereits Berufserfahrung in einem Projekt zur Adipositasprävention für Kinder und Jugendliche. Auch in ihrer jetzigen Stelle klärt Michaela Ludewig über gesunde Lebensführung auf, sie arbeitet als Gesundheitspädagogin beim Institut für Interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück.

Risikofaktoren kennen

„Wir beraten Patienten mit berufsbedingten Hautkrankheiten, die ambulant und stationär bei uns betreut werden“, erläutert die Gesundheitspädagogin. Klassische Patientengruppen bei ihr sind Friseure, Arbeitskräfte in der Metallverarbeitung oder Gesundheits- und Krankenpflegekräfte. „Berufsbedingte Hautkrankheiten entstehen häufig langsam und beginnen meist mit einer trockenen Haut. Oft sind vor allem die Hände betroffen. Typische Risikofaktoren für Berufsdermatosen sind beispielsweise der häufige Kontakt zu Kühlschmierstoffen oder Haarfärbemitteln. Aber auch das ständige Tragen von Einmalhandschuhen, unter denen man schwitzt und die die Haut luftdicht abschließen.“ Mit der Zeit kann die betroffene Haut empfindlicher werden und sich entzünden.

Experimente zum Verständnis

Um das künftig zu verhindern, werden die Patienten geschult. „Sie nehmen an mehreren Seminaren teil und lernen aktiv Inhalte zu den Themen Hautschutz und -pflege. Sie erfahren etwas über die Entstehung ihrer Erkrankung, und natürlich, was jeder selbst für seine Haut tun kann“, erklärt Michaela Ludewig. Ihre Patientengruppen sind in der Regel bunt gemischt, vom Azubi bis zur Fachkraft kurz vor der Rente. „Ich erkläre den Patienten die Funktionsweise unserer Haut und mache gemeinsam mit ihnen Experimente, um die Auswirkung der Hautreinigung auf die Haut zu veranschaulichen“, sagt die Expertin. Welche Risikofaktoren gibt es? Was bedeutet meine Diagnose? „Wer weiß schon, was sich beispielsweise hinter einem kumulativ-subtoxischen Kontaktekzem verbirgt? Auf diese Fragen gehen wir in der Gruppe ein.“ Außer Seminaren und Einzelsitzungen besteht für die Patienten auch die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung.

Neben Pädagoginnen und Pädagogen sind auch Ärzte, Pfleger, Kosmetiker und Psychologen unter den Kollegen der Gesundheitspädagogin. Die Arbeitszeiten liegen meist zwischen 9 und 17 Uhr. Bei ihrer Arbeit erschließt sich Michaela Ludewig immer neues Spezialwissen. „Beispielsweise konzipieren wir gerade ein UV- und Lichtschutzseminar für Outdoor-Worker.“

Ein alternativer Arbeitgeber für sie wäre beispielsweise eine Krankenversicherung oder eine Landesvereinigung für Gesundheit, die sich in Projekten mit den Themen Bewegung und Ernährung beschäftigt. <<

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