Food-and-Beverage-Manager/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Stellvertretende Geschäftsführerin eines Restaurants

Tätigkeitsfeld:

Hotellerie, Gastronomie

Abgeschlossenes Studium in:

Hotel- und Restaurantmanagement

BERUFENET:

Food-and-Beverage-Manager/in

Das Feedback der Kunden und die Verkaufszahlen sind mein Anzeiger, ob und was geändert werden soll.

Damit die Gäste gerne wiederkommen

Theresa Barth (26) kümmert sich um leckeres Essen und gute Getränke. Als stellvertretende Geschäftsführerin eines Restaurants übernimmt sie zugleich die Funktion einer Food-and-Beverage-Managerin.

Wie wär’s mit gegrillter Rinderbrust an Veggie-Chilli, Mini-Maiskolben und Räucher-Aioli, dazu ein kühles Bier frisch vom Fass? Bevor die Gäste in der Brasserie Mangold sich hierfür entscheiden können, hat Theresa Barth recherchiert, verkostet und kalkuliert. Das Lokal in Heilbronn hat sich auf Craft Beer spezialisiert – handwerklich hergestelltes Bier von kleinen Brauereien. Über dieses Thema hat die Managerin ihre Bachelorarbeit geschrieben und damit das Studium Hotel- und Restaurantmanagement an der Hochschule Heilbronn abgeschlossen.

Bierverkostung in der Brauerei

Um die passenden Biersorten auswählen zu können, überlegt Theresa Barth, was zum Image des Restaurants passt, prüft Bewertungen von Konsumenten und Kollegen und informiert sich über die Preise. In den Brauereien macht sie sich ein Bild von der Produktion und verkostet das Bier. Stimmt die Qualität, verhandeln die Expertin und ihr Geschäftsführer mit dem Brauer das sogenannte Brauereidarlehen: Sie bekommen das Bier jederzeit zur Verfügung gestellt, verpflichten sich aber, jährlich eine Mindestmenge abzunehmen. Dann kann Theresa Barth durchrechnen, zu welchem Preis sie das Bier – oder andere Getränke – in der Brasserie verkaufen kann.

Die Getränkeauswahl wird immer wieder angepasst. „Das Feedback der Kunden und die Verkaufszahlen sind mein Anzeiger, ob und was geändert werden soll“, erklärt Theresa Barth. Außerdem hält sie die Augen nach Trends offen. „Aktuell sind selbst gemachte Limos und Eistees angesagt“, erzählt sie. Mit solchen besonderen Angeboten lockt ihr Restaurant im Idealfall neue Gäste an. Um die sorgfältig ausgewählten Getränke richtig an den Mann oder die Frau bringen zu können, muss sich das Servicepersonal damit auskennen: Die Schulungen in Sachen Tee, Wein oder Bier organisiert ebenfalls Theresa Barth.

Nicht zu viel und nicht zu wenig bestellen

In puncto Essen stimmt sich Theresa Barth eng mit dem Chefkoch ab: „Wir beratschlagen, wann wir welche Speisen anbieten, damit sie ins Konzept passen – regional und gemäß der Saison.“ Außerdem prüft sie die von der Küche erstellte Kalkulation. Und sie entwickelt neue strategische Ideen, etwa eine spezielle Snackkarte für abends, damit die Besucher länger sitzen bleiben. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist die Warenwirtschaft. Es dürfen nicht zu wenige Zutaten oder Getränke bestellt werden, aber auch nicht zu viele. Essen kann verderben, und Getränke, die keiner will, kosten unnötig Geld.

Auf eines muss sich ein zukünftiger Food-and-Beverage-Manager laut Theresa Barth einstellen: Arbeiten am Wochenende und abends gehört dazu. Auch für sie als Chefin von 50 Mitarbeitern. Vor Ort schaut sie nach dem Rechten, stimmt sich mit dem Serviceleiter ab, der die Kellner anleitet, und hilft auch mal bei der Gästebetreuung. <<

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