Fach­zahn­arzt/-ärztin

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

Tätigkeitsfeld:

Ärztliche Diagnostik und Therapie

Abgeschlossenes Studium in:

Zahnmedizin

BERUFENET:

Fachzahnarzt/-ärztin

Röntgenaufnahmen sind besonders wichtig, um das Wachstum des Gesichtsschädels und um sonstige Strukturen zu erkennen, die uns ansonsten verborgen blieben.

Fehlstellungen der Zähne beheben

So unterschiedlich wie seine Patienten sind die Materialien und Systeme, die Dr. Thomas Dillig (32) verwendet. Als Fachzahnarzt für Kieferorthopädie sorgt er für gerade stehende Zähne und ein gesundes Kauorgan.

Die Zeiten, in denen die zwickende, allzu präsente Zahnspange der Schreck jedes pubertierenden Teenagers war, sind glücklicherweise vorbei. „Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Materialien und Systeme bis hin zu Apparaturen, die man von außen nicht mehr sieht“, erklärt Thomas Dillig. „Vor jeder Behandlung steht daher eine ausführliche Beratung.“ Im gemeinsamen Gespräch gilt es, individuell für jeden Patienten die beste Lösung zu finden.

Mit Mundschutz und Feingefühl

Um eine angemessene Therapie vorschlagen zu können, macht sich der Fachzahnarzt für Kieferorthopädie zunächst ein umfassendes Bild vom Gebiss der jeweiligen Person. Für die Anfangsdiagnostik lässt er seine kieferorthopädischen Fachhelferinnen außerdem Fotos, Kiefermodelle und Röntgenaufnahmen anfertigen. „Fotos sind aus Gründen der Ästhetik wichtig, denn größere Zahn- und Kieferkorrekturen haben auch Einfluss auf die Gesichtsweichteile“, erläutert der 32-Jährige. „Röntgenaufnahmen sind besonders wichtig, um das Wachstum des Gesichtsschädels und sonstige Strukturen zu erkennen, die uns ansonsten verborgen blieben.“ Um die Platzverhältnisse im Mund zu erkennen, bezieht er auch Gipsmodelle ein, die seine Mitarbeiterinnen aus Kieferabformungen herstellen.

Steht die Diagnose fest, geht es an die Behandlung, bei der der Fachzahnarzt aus Hygienegründen einen Mundschutz und Handschuhe trägt. Mit Feingefühl klebt Thomas Dillig zum Beispiel sogenannte Brackets auf die Zahnflächen – kleine Elemente aus Metall oder Keramik, ganz nach Wunsch. Mithilfe von Metallbögen, die regelmäßig nachaktiviert werden müssen, gelangen die Zähne nach und nach an die richtige Position. Je nach vorliegender Anomalie kann auch eine lose Zahnspange oder Schiene nötig sein.

Behandlungspläne, Kalkulationen und Co.

Die Behandlungen in der Kieferorthopädie sind zumeist umfangreich und auf mehrere Jahre angelegt. Zum Beruf gehört auch ein recht hoher Anteil an Schreibtischarbeit. „Die Ausarbeitung der Behandlungspläne ist zeitintensiv. Durch meine Selbstständigkeit fällt auch noch weiterer Schriftverkehr an, ich erstelle Kalkulationen und Personalpläne“, so der Fachzahnarzt, der mit seinem Vater eine Gemeinschaftspraxis mit insgesamt elf Mitarbeitern in Friedberg führt.

Thomas Dillig hat Zahnmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München studiert. Im Anschluss daran absolvierte er das in Bayern erforderliche allgemeinzahnärztliche Berufsjahr. Die darauffolgende Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie durchlief er in einer dafür berechtigten Fachpraxis in Memmingen. „Hier sind die Wege je nach Bundesland teils sehr unterschiedlich.“

Anstelle seiner selbstständigen Tätigkeit könnte er auch in einer Zahnklinik arbeiten oder sich in einer Praxis anstellen lassen. „Kollegen von mir sind auch ins Ausland gegangen und arbeiten zum Beispiel in der Schweiz oder in Österreich.“ <<

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