Fach­arzt/-ärztin – Hals-Nasen-Ohren­heil­kunde

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Fachärztin – Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Tätigkeitsfeld:

Ärztliche Diagnostik und Therapie

Abgeschlossenes Studium in:

Humanmedizin

BERUFENET:

Facharzt/-ärztin – Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Man muss bei all diesen Aufgaben kommunikativ sein und zuhören können.

Mit eigener Praxis

Dr. Patricia Tesmer (34), Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, betreut ihre Patienten nicht nur ambulant in ihrer Praxis, sondern nach Operationen auch im Krankenhaus.

Ihr erster Gang führt Patricia Tesmer jeden Morgen in das Krankenhaus gleich neben ihrer HNO-Praxis in Heilbad Heiligenstadt. Im Rahmen ihrer Visite erkundigt sie sich dort nach dem Befinden der operierten HNO-Patienten und erteilt den betreuenden Krankenschwestern Anweisungen – etwa welche und wie viele Medikamente die Patienten erhalten sollen. „Mit der Klinik arbeite ich eng zusammen“, erklärt die 34-Jährige. „Ich werde zum Beispiel auch gerufen, wenn sich die Stimme eines Patienten nach einer Schilddrüsenoperation verändert hat.“

Nach der Visite hält Patricia Tesmer nebenan in ihrer Praxis für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ihre Akut-Sprechstunde ab: Von 8 bis 9 Uhr behandelt sie Patienten, die unter anderem mit Beschwerden wie Ohrenschmerzen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung zu ihr kommen. Anschließend widmet sie sich den Terminpatienten. „Ich habe in meinem Beruf mit Patienten aller Altersgruppen zu tun“, berichtet sie. Auch das Spektrum der Behandlungen ist groß; eine umfangreiche Diagnostik gehört ebenso dazu wie ambulante Operationen.

Mehr als reine Medizin

An der Rezeption und bei der Diagnostik unterstützen sie ihre fünf Medizinischen Fachangestellten. Patricia Tesmer veranlasst die Untersuchungen, zum Beispiel eine Schlafdiagnostik, Allergie- und Hörtests oder ein Neugeborenen-Hörscreening. Ihre Mitarbeiterinnen führen die Tests durch, die Ärztin überwacht sie und wertet die Ergebnisse aus.

Patienten, die unter Allergien leiden oder stark schnarchen, kommen genauso zu ihr wie etwa Menschen mit bestimmten Tumorerkrankungen. „Auch bei klinischen Operationen begleite ich meine Patienten von Anfang an und kümmere mich dann um die Nachsorge“, betont sie. „Man muss bei all diesen Aufgaben kommunikativ sein und zuhören können, aufgeschlossen gegenüber den Patienten sein, sie auffangen mit ihren Problemen. Das hat mindestens ein so hohes Gewicht wie der fachspezifische, medizinische Anteil meiner Arbeit.“

Entscheidung für die Selbstständigkeit

Als ihre eigene Chefin hat Patricia Tesmer auch am Abend noch viel zu erledigen. So setzt sie zum Beispiel Schreiben ans Versorgungsamt auf oder dokumentiert Krankheitsverläufe. Nach ihrem Studium der Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen, der anschließenden Facharztausbildung und einigen Jahren Berufspraxis in einer HNO-Klinik in Kassel entschied sie sich für die eigene Praxis. „Ich könnte aber natürlich auch jederzeit in einer Klinik oder in einem medizinischen Versorgungszentrum als angestellte Ärztin arbeiten.“

Die eigene Praxis bindet sie an die Region und fordert ihren ganzen Einsatz. „Ohne eigene Praxis hätte ich auch die Möglichkeit, für einige Wochen im Jahr ins Ausland zu gehen, um dort zum Beispiel in einem gemeinsamen Facharztprojekt zu arbeiten“, sagt sie. Regelmäßige Fortbildung gehört für sie zum Berufsbild. „Man muss in diesem Beruf immer bereit sein, etwas dazuzulernen, auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben und auch im Alltag das umzusetzen, was man von den Fortbildungen mitgenommen hat.“ <<

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