Fach­arzt/-ärztin – Augen­heil­kunde

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Fachärztin für Augenheilkunde

Tätigkeitsfeld:

Ärztliche Diagnostik und Therapie

Abgeschlossenes Studium in:

Humanmedizin

BERUFENET:

Facharzt/-ärztin – Augenheilkunde

Meine Schwerpunkte sind die Operation des grauen oder grünen Stars.

Für einen ungetrübten Blick

Wenn ein Patient Probleme mit dem Sehen hat oder unter einer Augenerkrankung leidet, hilft Dr. Sophie Eckert (34). Die Fachärztin für Augenheilkunde ist ambulant in einer eigenen Augenarztpraxis tätig.

Wenn Sophie Eckert in ihrem Augenzentrum in Herrenberg ankommt, hat sie bereits ihre Büroarbeit zu Hause erledigt. Vor Ort bespricht sie dann mit ihrer Praxismanagerin den Tag und vergibt Aufgaben an ihr Team. Je nachdem was ansteht, geht es für die 34-Jährige in die Sprechstunde oder gleich in den Operationsraum. „Meine Schwerpunkte sind die Operation des grauen oder grünen Stars sowie Behandlungen von Erkrankungen der Netzhaut“, erklärt die Fachärztin für Augenheilkunde. „Außerdem biete ich eine refraktive Sprechstunde an, bei der zum Beispiel Laser gegen Fehlsichtigkeit eingesetzt wird.“ Auch eine Notfallsprechstunde und eine Sehschule für Kinder gehören zum Angebot.

Anamnese und Diagnose

Vor jeder Behandlung erfolgt die Anamnese – ein umfassendes Gespräch mit den Patienten über ihre Beschwerden und die Krankheitsvorgeschichte. In ihre Diagnose bezieht Sophie Eckert Untersuchungen wie Sehtests oder das Messen des Augeninnendrucks ein, die sie selbst vornimmt oder von ihren Medizinischen Fachangestellten durchführen lässt. Sie wertet die Ergebnisse aus und bespricht das weitere Vorgehen mit den Patienten. Wenn eine Sehschwäche vorliegt, verordnet die Fachärztin eine Brille oder Kontaktlinsen. Sie setzt Klebepflaster zur Korrektur bei schielenden Patienten ein und behandelt Erkrankungen mit Medikamenten wie Augentropfen oder -salben. „Auch Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung führe ich durch, weil viele Augenerkrankungen im frühen Stadium noch oder leichter heilbar sind.

Die Selbstständigkeit bietet Sophie Eckert Spielraum. Praxiseinrichtung und Arbeitskleidung konnte sie nach ihren Wünschen aussuchen. Auch die Arbeitszeit kann sie selbst festlegen. „Wir haben Sprechstundenzeiten jeweils montags bis freitags von acht bis 18 Uhr, also relativ lange Arbeitstage. Dafür sind wir flexibler bei der Terminvereinbarung.“ Zum Beruf gehört auch die Freude am Umgang mit Menschen. „Für die Operationen sind außerdem manuelles Geschick und Genauigkeit erforderlich“, ergänzt die 34-Jährige. „Auch sollte man Spaß an neuen Therapien oder Geräten haben, da die Augenheilkunde ein sehr fortschrittliches Fach mit vielen Innovationen ist.“ Es gilt also auch, sich durch Fachliteratur und Kongresse stets auf dem Laufenden zu halten.

Einsatz in Entwicklungsländern

Ihr grundlegendes Fachwissen erlangte Sophie Eckert im Studium der Humanmedizin an der Universität Regensburg. Sie schloss die fünfjährige Weiterbildung zur Fachärztin für Augenheilkunde in einer Großpraxis an und legte die Facharztprüfung in München ab. Schon früh gelang es ihr dann, zusammen mit ihrem Mann die eigene Praxis zu gründen. Alternativ hätte sie auch in einer Klinik oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) arbeiten können, auch im Ausland. Dort hat sie bereits Erfahrungen gesammelt. „Mein Mann und ich waren in Entwicklungsländern, um Augenkliniken mit zu eröffnen und dort auch Personal anzulernen, unter anderem in Indien – eine sehr interessante und eindrucksvolle Erfahrung.“ <<

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