Computer­mathematiker/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

IT Revision / Analyse

Tätigkeitsfelder:

IT-Qualitätssicherung, -Testing; Datenerhebung, -analyse

Abgeschlossenes Studium in:

Computermathematik

BERUFENET:

Computermathematiker/in

Computermathematiker sind grundsätzlich dazu in der Lage, Arbeitsprozesse zu analysieren, Problemen auf den Grund zu gehen und sie zu beheben.

Problemen auf der Spur

Die Computermathematikerin Mandy Kegel (32) ist dafür zuständig, die Arbeitsabläufe bei einer Bank zu analysieren, zu verbessern und Fehler zu beheben. Dafür entwickelt sie eigene Tools und Programme.

Mandy Kegel ist Computermathematikerin und arbeitet als IT-Revisorin/Analystin bei der Targobank. Gemeinsam mit ihren Kollegen von der Innenrevision prüft sie sämtliche Arbeitsprozesse – egal ob Onlinebanking, Zahlungsverkehr oder Buchhaltung. Zusätzlich entwickelt sie Programme, die ihr dabei helfen, Probleme ausfindig zu machen. Das erforderliche Fachwissen bringt sie aus ihrem Studium mit: An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat sie Computermathematik auf Diplom studiert. „Dieses Studienfach beschäftigt sich gleichermaßen mit der Mathematik und der Computerwissenschaft“, erklärt die 32-Jährige. „Vor allem Programmierung und Verschlüsselungstechniken haben eine große Rolle gespielt. Ein reines Mathematikstudium bietet das nicht in diesem Umfang.“

Der Kontakt zu ihrem heutigen Arbeitgeber war schon während des Studiums entstanden – Mandy Kegel hatte dort ein Praktikum gemacht. Danach bot die Bank ihr eine Festanstellung an.

Ziel: Arbeit erleichtern

„Wir prüfen alle Abteilungen in regelmäßigen Abständen“, erklärt sie. So geht es beim Onlinebanking unter anderem um die Sicherheit, beim Zahlungsverkehr um die Effizienz bei der Datenübertragung und beim Buchhaltungssystem um die Verlässlichkeit. Mandy Kegel bespricht sich mit den zuständigen Mitarbeitern und schaut sich die Arbeitsabläufe an, um einen Eindruck zu gewinnen. „Manchmal fühle ich mich dabei wie eine Detektivin“, sagt sie. Im Optimalfall findet die Computermathematikerin eine Möglichkeit, um den Kollegen die Arbeit zu erleichtern. „Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass die Mitarbeiter im Meldewesen viele Tätigkeiten manuell erledigen. Das ist sehr umständlich und zeitaufwendig“, berichtet sie. „Also haben wir uns die Arbeitsabläufe angeschaut und geprüft, welche Prozesse wir durch passende Programme automatisieren können.“

Programme finden Probleme

Fehler oder umständliche Arbeitsprozesse fallen nicht immer direkt ins Auge. Computerprogramme können bei der Problemfindung helfen. Solche Tools sind nicht im Handel erhältlich – deshalb entwickelt Mandy Kegel sie selbst. „Wir haben zum Beispiel eine Datenbank aufgebaut, die automatisch auswertet, in welchen Fachbereichen die Arbeitsprozesse nicht ideal laufen“, erzählt sie. „Später schaut sich auch der Fachbereichsprüfer noch einmal die Ergebnisse an.“ Programmieren ist meist Teamarbeit – im Falle der Datenbank hieß das: Einer ihrer Kollegen war für das Frontend, also für die Benutzeroberfläche, zuständig. Mandy Kegel kümmerte sich währenddessen um die Datenerhebung und schrieb ein Programm, das sicherstellt, dass alle relevanten Daten automatisch in der Datenbank landen.

Mit ihrem Abschluss war sie nach dem Studium nicht auf eine bestimmte Tätigkeit oder Branche festgelegt. „Computermathematiker sind grundsätzlich dazu in der Lage, Arbeitsprozesse zu analysieren, Problemen auf den Grund zu gehen und sie zu beheben“, erläutert Mandy Kegel. „Einige meiner ehemaligen Kommilitonen arbeiten auch für Versicherungen oder Logistikunternehmen.“ <<

http://bfi.plus/59496