Category-Manager/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Category-Managerin

Tätigkeitsfelder:

Einkauf, Beschaffung; Marketing, Werbung

Abgeschlossenes Studium in:

Betriebswirtschaftslehre

BERUFENET:

Category-Manager/in

Viele Prozesse laufen gleichzeitig ab. Da muss man den Überblick behalten.

Wissen, was Kunden wünschen

Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre stieg Marina Lohmar (29) bei einer Baumarktkette ein. Als Category-Managerin stellt sie Sortimente zusammen, gestaltet Preise mit und sorgt dafür, dass die Kunden die Produkte im Regal auch finden.

Marina Lohmar hat an der Universität Köln Betriebswirtschaftslehre studiert und die Schwerpunkte Handel & Kundenmanagement sowie Marketing & Marktforschung gewählt. Bei Praktika im In- und Ausland lernte sie die Arbeit im Marketing und im Category-Management auch praktisch kennen. Nach ihrem Studium fand sie eine Stelle bei ihrem heutigen Arbeitgeber, der Baumarktkette toom in Köln. Sie begann dort als Category-Management-Assistentin und stieg nach drei Jahren in die Führungsposition der Category-Managerin auf.

Sortimente optimieren

Category-Manager arbeiten an der Schnittstelle zwischen Produktmanagement, Einkauf und Marketing. Mit „Categories“ sind die verschiedenen Warengruppen gemeint, die zusammen das Sortiment eines Händlers bilden. Marina Lohmar ist bei ihrem Arbeitgeber für die Categories „Gartenfreizeit“ und „Heimtier“ verantwortlich. Sie muss einerseits das Sortiment dieser Warengruppen optimieren und wirkt andererseits an der Distributions- und Preispolitik des Unternehmens mit – also daran, wie die Ware zum Kunden kommt und wie viel sie kosten darf. Dabei muss sie immer die aktuellen Markttrends im Auge behalten und wissen, was sich die Kunden wünschen.

Zu Beginn ihres Arbeitstags beantwortet sie per E-Mail Anfragen von Kollegen aus der Zentrale und den Filialen. Bei ihren täglichen Terminen stimmt sie sich mit den Kollegen aus dem Einkauf, dem Marketing und dem Vertrieb ab. Gemeinsam planen sie Werbe- und Promotion-Aktionen sowie Sortimentskataloge.

Regelmäßig stellt ihr fünfköpfiges Team der Geschäftsleitung auch neue Sortimente vor. Dabei muss Marina Lohmar zum Beispiel Preisgruppen festlegen und planen, wie die Ware in den Märkten platziert werden muss, damit sie die Zielgruppe einerseits optimal anspricht und sich andererseits gut aus dem Regal nehmen lässt. Das Team macht auch Vorschläge, welche Artikel im Sortiment unter der Eigenmarke ihres Arbeitgebers geführt werden sollen.

Konzepte für die Eigenmarke

Einen Großteil ihres Arbeitstages machen Analysen aus: „Ich sehe mir an, welche Ware wir zu welchem Zeitpunkt mit welchem Preis im Markt angeboten haben und wie der Kunde auf das Sortiment aufmerksam gemacht wurde“, berichtet sie. Mithilfe dieser Informationen erarbeitet sie beispielsweise Konzepte, wie die Eigenmarke verpackt sein muss, um im Regal besser aufzufallen. Einmal jährlich reist Marina Lohmar geschäftlich nach Asien: „Dort suchen wir das Sortiment für die kommende Saison aus.

Wie viel Arbeit anfällt, hängt in ihrem Beruf von der Saison ab, „es gibt Hoch- und Tiefzeiten“, sagt sie. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich das planen, sodass sie sich die Arbeit gut einteilen kann. Neben der nötigen Flexibilität ist für ihren Job ein gutes Zahlenverständnis wichtig – schon wegen der vielen Analysen. Darüber hinaus ist Kreativität gefragt, ebenso Freude am Umgang mit Menschen – und nicht zuletzt Organisationstalent. „Viele Prozesse laufen gleichzeitig ab“, sagt die Category-Managerin. „Da muss man den Überblick behalten.“ <<

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