Betriebs­leiter/in - Gesund­heits­wesen/­Frei­zeit/­Fitness

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Betriebsleiter

Tätigkeitsfeld:

Sozial-, Gesundheitsmanagement

Abgeschlossenes Studium in:

Gesundheitsmanagement im Tourismus

BERUFENET:

Betriebsleiter/in - Gesundheitswesen/Freizeit/Fitness

Wichtig für den Job ist vor allem, dass man gut organisieren kann und flexibel ist.

Für reibungslosen Badebetrieb sorgen

In einem Thermalbad müssen nicht nur Hygiene, Service und Ambiente stimmen, sondern auch die Qualität des Heilwassers. Dafür sorgt Betriebsleiter Richard Pucher (31).

Sein Arbeitstag beginnt um 8 Uhr morgens mit einem Rundgang in der KissSalis Therme in Bad Kissingen. Bevor das Bad eine Stunde später seine Pforten öffnet, überprüft Richard Pucher, ob alles sauber ist und funktioniert. Der Betriebsleiter lässt sich zudem von der technischen Leitung informieren, ob es an diesem Morgen besondere Vorkommnisse gegeben hat.

Richard Pucher ist dafür verantwortlich, dass der Thermalbetrieb reibungslos läuft und sich die Gäste rundum wohlfühlen. „Dazu stimme ich mich eng mit den Abteilungsleitern ab. Diese sind direkt vor Ort und in Kontakt mit den Gästen, sodass sie mich genau informieren können“, erklärt er. Neben Bad samt Saunalandschaft gehören auch Kasse und Einlass, Gastronomie, Shop, Kinderbetreuung, Fitnessstudio sowie die Haus- und Wassertechnik zu den Verantwortungsbereichen des Betriebsleiters. Der 31-Jährige hat Personalverantwortung für 90 fest angestellte Mitarbeiter. Um die gesamte Technik kümmert sich zusätzlich ein technischer Leiter, denn der Umgang mit Thermalwasser bringe Besonderheiten mit sich, wie Richard Pucher erklärt: „Damit sich zum Beispiel die Becken nicht verfärben, werden manche Inhaltsstoffe wie Eisen teilweise dem Wasser entzogen. Dennoch soll es so natürlich wie möglich belassen bleiben.“

Mit Zahlen jonglieren

Neben Rundgängen im Bad, bei denen Richard Pucher alles kontrolliert und auch mit den Gästen spricht, nimmt Büroarbeit den größten Teil seines Arbeitstages ein. Dabei geht es um Kosten und Zahlen, denn er ist für die betriebswirtschaftlichen Aspekte verantwortlich. Er überprüft beispielsweise, welche neuen Anschaffungen sinnvoll sein könnten, welche Reparaturen nötig sind, schreibt Budgetpläne oder überlegt sich, wie man Arbeitsabläufe optimieren kann. Sein Studium des Gesundheitsmanagements im Tourismus an der Fachhochschule im österreichischen Bad Gleichenberg hat ihn gut auf die verschiedenen Themen vorbereitet, mit denen er jetzt zu tun hat. „Mit entsprechenden Weiterbildungen kann man die Tätigkeit als Betriebsleiter einer Therme aber auch mit einem klassischen Betriebswirtschaftsstudium machen“, erklärt er.

Während des Studiums hat Richard Pucher Praktika in Thermalbädern absolviert. Das Thema interessierte den Österreicher, und sein Studienort lag mitten in der an Thermen reichen Steiermark.

Reguläre Bürozeit trotz langer Öffnung

„Wichtig für den Job ist vor allem, dass man gut organisieren kann und flexibel ist“, beschreibt Richard Pucher die Anforderungen. Wenn an Spitzentagen bis zu 2.000 Gäste das Bad besuchen, gibt es dementsprechend unterschiedliche Anfragen an den Betriebsleiter. Mindestens einmal im Monat ist er für Rundgänge und Gästebetreuung am Wochenende vor Ort. Ansonsten entsprechen seine Dienstzeiten dem normalen Bürobetrieb, auch wenn die Therme bis 22 beziehungsweise 24 Uhr am Samstag und Sonntag geöffnet ist. <<

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