Betriebs­ingenieur/in; Projekt­leiter/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Projektkoordinatorin im Lifecycle-Service Zentrale Produktion

Tätigkeitsfeld:

Instandhaltung, Kundendienst

Abgeschlossenes Studium in:

Wirtschaftsingenieurwesen

BERUFENET:

Betriebsingenieur/in; Projektleiter/in

Es ist wichtig, dass man die Maschinen und deren Herstellungsweise sehr gut kennt.

Nachhaltig und wirtschaftlich

Die Betriebsingenieurin Simone Gleissl (25) arbeitet für einen Hersteller von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen. Als Projektkoordinatorin plant und optimiert sie interne Abläufe und Prozesse.

Bereits während ihres dualen Bachelorstudiums Wirtschaftsingenieurwesen, das eine Ausbildung zur Mechatronikerin beinhaltete, lernte Simone Gleissl ihren heutigen Arbeitgeber kennen, die Firma Krones in Neutraubling. Gleich nach ihrem Abschluss wurde sie bei dem Hersteller von Maschinen zur Getränkeabfüllung und Verpackung als Projektkoordinatorin im Bereich des sogenannten Lifecycle Service eingestellt.

„Im Lifecycle Service geht es darum, unseren Kunden Nachrüstungen und Ersatzteile anzubieten, damit die Funktionssicherheit der Maschinen stets gewährleistet ist“, erklärt die Betriebsingenieurin. Die Maschinen des Unternehmens kommen in der Getränke- und Flüssignahrungsmittelindustrie zum Einsatz. Möchte beispielsweise ein Getränkehersteller eine PET-Flasche in einem anderen Design produzieren oder die Etikettierung dafür verändern, werden die benötigten Rüstteile im Rahmen des Lifecycle Service hergestellt. „Durch eine optimierte Planung der Produktionsprozesse können wir zügig auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren. So können diese nachhaltig und wirtschaftlich arbeiten, ohne dass lange Stillstandszeiten entstehen.“

Ergonomie optimieren

Zu Simone Gleissls aktuellen Aufgaben gehört es, in Zusammenarbeit mit einer Hochschule die Materialflüsse in einer Produktionshalle zu optimieren, in der die Rüstteile für Etikettiermaschinen hergestellt werden. „Bei der Montage der Rüstteile müssen unsere Mitarbeiter große Gewichte heben.“ Zusammen mit den Kollegen und Projektpartnern sucht sie nach technischen Möglichkeiten, diesen Arbeitsbereich „ergonomisch, stabil und sicher, aber auch möglichst flexibel zu gestalten“. Simone Gleissl versetzt sich in die Lage der Montagemitarbeiter, führt Befragungen durch und erstellt Analysen. „In meiner Tätigkeit muss man sich schnell in verschiedene Themenbereiche einarbeiten – und man sollte Freude am Informationsaustausch mit Kollegen aller Bereiche haben.“

Eine praktische Herangehensweise und technisches Know-how sind im Beruf der Betriebsingenieurin ebenfalls nötig. „Es ist wichtig, dass man die Maschinen und deren Herstellungsweise sehr gut kennt und auch die Bedienung beherrscht, um notwendige Produktionsprozesse sinnvoll und zugleich flexibel zu gestalten.“ Ein sich wiederholendes Tagesgeschäft gibt es für sie nicht, da jedes Projekt eine neue Herausforderung darstellt. Flexibilität und eine schnelle Auffassungsgabe sind daher Grundvoraussetzungen für ihre Tätigkeit.

Praktisches Arbeiten

Simone Gleissl hätte sich nach ihrem Studium auch eine Tätigkeit im logistischen Bereich vorstellen können, ist aber sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Aufgabe. Am Lifecycle Service gefalle ihr insbesondere, dass man „buchstäblich sieht, was man macht“, wie die Projektkoordinatorin betont. Neben einem Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen qualifizierten auch Studienabschlüsse in Mechatronik oder Maschinenbau für ihre Tätigkeit, setzt sie hinzu. <<

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