Berufs­berater/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Berufsberater

Tätigkeitsfeld:

Bildungs-, Berufsberatung

Abgeschlossenes Studium in:

Sozialwissenschaften

BERUFENET:

Berufsberater/in

Um die Schüler zu erreichen, versuchen wir das Thema Berufswahl spielerisch anzugehen.

Wegweiser für den Berufseinstieg

Seit seinem Studienabschluss in Sozialwissenschaften hilft Andreas Seifert (33) Schülern und Jugendlichen unter 25 Jahren, den richtigen Karriereeinstieg zu finden. Dafür ist der Berufsberater oft an Schulen und auf Jobmessen unterwegs.

Bereits während seines Studiums der Sozialwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg absolvierte Andreas Seifert ein Praktikum bei der Berufsberatung. Ihm gefiel die Arbeit mit den jungen Leuten so gut, dass er sich schon vor seinem Diplomabschluss bei der Arbeitsagentur in Erlangen bewarb und nach Studienende dort in die Arbeitsvermittlung einstieg. „Das war eine gute Vorbereitung auf meine heutigen Aufgaben, weil ich dadurch viele Berufe und Einstiegswege kennengelernt habe“, erzählt der 33-Jährige. Auch die Erfahrungen, die er bei seiner Arbeit im Jobcenter und bei der akademischen Arbeitsvermittlung gesammelt hat, kommen ihm in seiner heutigen Tätigkeit als Berufsberater für die Erstausbildung zugute. Seine Zielgruppe sind junge Leute aus der Sekundarstufe I, also von Realschulen, Mittelschulen und privaten Schulen mit mittlerem Abschluss. Immer häufiger berät er auch junge Geflüchtete bei der Berufswahl.

Sprechstunden und Orientierungskurse

Zum einen steht Andreas Seifert für telefonische oder persönliche Beratungen vor Ort in der Arbeitsagentur zur Verfügung – manchmal kommen die Schüler auch in Begleitung ihrer Eltern zu den Terminen. Zum anderen geht er regelmäßig selbst in die Schulen, wo er zum Beispiel Sprechstunden anbietet, im Klassenraum Berufsorientierungsstunden abhält oder bei sogenannten Berufsbasaren einen Informationsstand betreut. Über das Thema Berufseinstieg informiert er auch bei Elternabenden, er besucht Berufsmessen oder begleitet Schülergruppen in die Berufsinformationszentren der Arbeitsagenturen und macht sie mit den dortigen Medien vertraut. Je nach Veranstaltung ist Andreas Seifert manchmal auch abends oder an den Wochenenden im Einsatz.

Spielerisch ans Thema herangehen

„Um die Schüler zu erreichen, versuchen wir das Thema Berufswahl spielerisch anzugehen“, erklärt er. Das macht Kreativität zu einem wichtigen Aspekt seiner Arbeit. „Außerdem sollte man Freude an der Kommunikation und an der Arbeit mit Kindern und Schülern mitbringen.“ In den Beratungen und an den Schulen ist Andreas Seifert allein im Einsatz, zurück im Büro tauscht er sich aber oft mit den Kollegen über Neuerungen und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt aus. „Schließlich kann ich allein nicht alle Details über die vielen Tausend Berufe kennen.“ Unter seinen Kollegen sind zum Beispiel Sozialpädagogen, Betriebswirte, Juristen, Theologen und Historiker, andere haben einen Abschluss an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit gemacht. „Berufserfahrung in anderen Bereichen der Arbeitsagentur ist in meinem Job oft wichtiger als die Art des Studienabschlusses“, sagt Andreas Seifert. „Man kann sich außerdem gut in die Berufsberatung einarbeiten.“ Mit seinem Abschluss hätte er aber auch in anderen Berufsfeldern gute Chancen gehabt – in der Sozialforschung hätte er beispielsweise beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, im Personalbereich bei Unternehmen oder Personaldienstleistern eine Stelle finden können. <<

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