Beamt(er/in) – Wehr­ver­waltung (geh. techn. Dienst)

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Technischer Regierungsoberinspektor

Tätigkeitsfelder:

Öffentliche Verwaltung; Militär, Wehrverwaltung, -technik

Abgeschlossenes Studium in:

Maschinenbau

BERUFENET:

Beamt(er/in) – Wehrverwaltung (geh. techn. Dienst)

Die Erfahrungen aus den Einsätzen fließen direkt in unsere Arbeit ein.

Spezialist für Hubschraubersysteme

Als Beamter im gehobenen technischen Dienst der Bundeswehrverwaltung ist Fabian Thiele (24) einer der Spezialisten rund um die Technik der Bundeswehr. Sein Berufsalltag spielt sich zwischen Büro und Hangar ab.

Seit mehr als zehn Jahren steht der Hubschrauber „Tiger“ im Dienst der Bundeswehr. Er gehört zu den modernsten Kampfhubschraubern der Welt, immer wieder werden die Systeme des Tigers und die Ausrüstung der Piloten auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Einer der Experten, die dazu beitragen, ist Fabian Thiele. Der 24-Jährige arbeitet als Technischer Regierungsoberinspektor bei der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgeräte der Bundeswehr in Manching bei Ingolstadt.

„Ein Maschinenbaustudium stand für mich schon früh fest“, sagt Fabian Thiele, der nach seinem Abitur zunächst seinen Wehrdienst absolvierte. Hier wurde er auf die Möglichkeiten eines dualen Studiums im zivilen Bereich der Bundeswehr aufmerksam, das zudem mit dem Einstieg in die Beamtenlaufbahn des gehobenen technischen Dienstes verbunden sein sollte. Nach seinem Studienabschluss an der Dualen Hochschule Mannheim und der erfolgreichen Beamtenprüfung wechselte Fabian Thiele in sein heutiges Einsatzgebiet: den Bereich „Fachtechnik Gesamtsysteme“, bei dem es um die technische Betreuung der Bundeswehr-Hubschraubertypen „Tiger“ und „NH90“ geht.

Projekte koordinieren, Ausrüstung beschaffen

Zum Team von Fabian Thiele gehören neben weiteren Maschinenbauingenieuren auch Absolventen der Elektrotechnik und der Luft- und Raumfahrttechnik. „Das Besondere ist, dass wir an der Schnittstelle zu anderen Fachgruppen, dem Amt, der Truppe und der Industrie sitzen.“ Eine der Aufgaben ist es, die Projekte der Wehrtechnik-Ingenieure mit den Verantwortlichen abzustimmen. „Meine wichtigsten Werkzeuge sind zwar Telefon und Computer, aber mein Arbeitsalltag spielt sich nicht nur im Büro ab“, sagt Fabian Thiele. Regelmäßig ist er unterwegs, prüft Umrüstungsarbeiten im Hangar oder nimmt weltweit an Fachbesprechungen teil.

Auch für neue Ausrüstung leistet er seinen Beitrag. „Die Erfahrungen und der Bedarf aus den Einsätzen fließen dabei direkt in unsere Arbeit ein.“ Derzeit evaluiert der Ingenieur Laserschutzmaßnahmen für die Helikopterpiloten: „Im Einsatz kam es immer wieder vor, dass die Crews mit neuartigen Laserpointern geblendet wurden.“ Fabian Thiele recherchiert, für welche Arten von Lasern es welchen konkreten Schutz gibt. Um später einen entsprechenden Auftrag zu erteilen, setzt er sich mit Herstellern in Verbindung, holt technische Informationen und Preise ein. Wie dann die persönliche Ausrüstung der Piloten ergänzt wird, entscheidet sich nach aufwendigen Tests.

Stets auf dem neuesten Stand

Nicht nur die Ausrüstung der Crews und die Technik der Helikopter erweitert Fabian Thiele schrittweise, sondern auch sein Fachwissen: „Derzeit absolviere ich ein berufsbegleitendes Masterstudium in Maschinenbau.“ Darüber hinaus nimmt er regelmäßig an Lehrgängen teil, in denen neue Techniken oder Verfahren vorgestellt werden. „Mein Ziel ist es, mir neue Tätigkeitsbereiche zu eröffnen. Und da bei der Bundeswehr so viele technische Gebiete unter einem Dach vereint sind, möchte ich das auch nutzen.“ <<

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