Assistenz­zahn­arzt/-ärztin

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Assistenzzahnärztin

Tätigkeitsfeld:

Ärztliche Diagnostik und Therapie

Abgeschlossenes Studium in:

Zahnmedizin

BERUFENET:

Assistenzzahnarzt/-ärztin

Wir sind die Anlaufstelle für Hauszahnärzte und deren Patienten.

Behandlung und Lehre eng verzahnt

Dr. Britta Hahn (27) absolviert nach ihrem Studium der Zahnmedizin ihre zweijährige Assistenzzeit an einer Poliklinik. Dort behandelt sie Patienten und ist in Forschung und Lehre tätig.

Nach ihrem Studium der Zahnmedizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg bot sich Britta Hahn die Gelegenheit, zu promovieren und an der angeschlossenen Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie als Assistenzzahnärztin zu arbeiten. Heute behandelt sie Patienten, gibt einen Kurs für Studierende und nutzt ihr Büro zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Patienten und Studierende betreuen

Ihre Patienten in der zahnärztlichen Ambulanz der Poliklinik brauchen zum Beispiel Zahnfüllungen, Überkronungen oder einen anderen Zahnersatz. Bei all diesen Behandlungen stimmt Britta Hahn sich mit den leitenden Zahnärzten ab.

Bei routinemäßigen Kontrollterminen überprüft sie mit Spiegeln und anderen Handinstrumenten jeden Zahn auf seinen Zustand, informiert den Patienten über prophylaktische Maßnahmen und die nötige Behandlung. „Wir sind außerdem die Anlaufstelle für Hauszahnärzte und deren Patienten – zum Beispiel für eine Weiterbehandlung oder um eine Zweitmeinung einzuholen.“ Auch Neupatienten kommen in die Ambulanz, ebenso wie Schmerzpatienten im Haus.

Im Kurs für die Studierenden betreut Britta Hahn acht Behandlungseinheiten. Je zwei Studierende – einer als Behandler und einer als Assistenz – arbeiten in einer sogenannten „Behandlungsbox“, die mit einem Patientenstuhl und den notwendigen zahnmedizinischen Geräten und Instrumenten ausgestattet ist. Dort üben die Kursteilnehmer Behandlungen an „richtigen“ Patienten. „Jeden einzelnen Arbeitsschritt kontrollieren wir“, erläutert sie. „Und natürlich helfen wir mit, wenn es nötig ist.“

Einen großen Teil ihres Arbeitstages an der Uniklinik nehmen die Forschung und vor allem die Lehre ein. „Uns steht aber regelmäßig auch Zeit für das wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung.“

Chancen im In- und Ausland

Britta Hahn arbeitet regulär von Montag bis Freitag; dazu kommen ein bis zwei Notdienste werktags bis 22 Uhr, am Wochenende oder an Feiertagen. Die zweijährige Assistenzzeit im Angestelltenverhältnis ist der übliche Schritt nach dem Studium der Zahnmedizin. Selbst wer nach dem Abschluss an eine Uniklinik geht, muss wenigstens drei Monate Assistenzzeit in einer Praxis absolvieren.

Die Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, stehen in ihrem Beruf sehr gut. Schon während des Studiums kann man ein Auslandssemester absolvieren, wobei nicht alle Scheine in Deutschland voll anerkannt werden. Ähnlich sieht es umgekehrt mit dem deutschen Staatsexamen aus, vor allem außerhalb der EU. In vielen Ländern haben Zahnärzte aus Deutschland gute Arbeitsmöglichkeiten, teils können jedoch zusätzliche Eignungstests, Anpassungskurse oder Examina nach den Richtlinien des jeweiligen Landes erforderlich sein, um praktizieren zu dürfen. Auch im Rahmen von sozialen Projekten, etwa in der Entwicklungshilfe, sind Auslandsaufenthalte für Zahnärzte möglich.

Davon abgesehen bieten sich für Britta Hahn auch im Inland viele Einsatzfelder. „Ich könnte zum Beispiel als Angestellte in einer Zahnarztpraxis arbeiten oder mich selbstständig machen.“ Sie selbst hat sich neben der Behandlungstätigkeit zunächst für Forschung und Lehre entschieden. „Das lässt sich an der Uniklinik gut mit dem Beruf vereinbaren.“ <<

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