Art-Direktor/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Art-Direktor

Tätigkeitsfeld:

Marketing, Werbung

Abgeschlossenes Studium in:

Industriedesign (Bachelor); Kommunikationsdesign (Master)

BERUFENET:

Art-Direktor/in

Wichtig ist ein kreatives Auge für Details wie Typografie, Farbe und Tonwert.

Kommunikationsstrategien entwickeln

Wenn ein Unternehmen ein werbewirksames Design benötigt, ist Nicolas Campbell (30) gefragt. Der Art-Direktor entwickelt die gestalterische Grundidee und sorgt dafür, dass sein Team diese gekonnt umsetzt.

Zahlreiche neue E-Mails warten bereits, wenn Nicolas Campbell morgens den Computer hochfährt. „Bei Anfragen der Kunden bin ich der Ansprechpartner.“ Dazu gehören Unternehmen, die eine Markeninszenierung oder ein neues Corporate Design wünschen, also ein komplett überarbeitetes Erscheinungsbild des Unternehmens. Bei Nicolas Campbells Aufträgen handelt es sich um Projekte unterschiedlicher Größenordnungen – von der Gestaltung einer Visitenkarte über eine neue Homepage bis hin zur Konzeption eines kompletten Onlineshops für die Marken-Präsentation.

Kreative Aufgaben delegieren

Der gebürtige Australier arbeitet als Art-Direktor für eine Agentur in Berlin. „Ich bin sozusagen das Bindeglied zwischen der Geschäftsleitung und dem Creative Director auf der einen Seite und dem ausführenden Team auf der anderen Seite.“ Für größere Projekte entwickelt er die Hauptgestaltungsidee: Er zeigt also die Richtung auf, in die es gehen soll. Die Ausführung übernehmen dann Junior-Designer und Praktikanten, die er anleitet. Kleinere Projekte delegiert Nicolas Campbell auch mal komplett an das Team.

Wenn die Ergebnisse vorliegen, überprüft er, ob die kreative Ausführung stimmig ist und die gewünschte Linie getroffen wurde. Er achtet auch darauf, dass die Kommunikation mit den Kunden läuft und dass alle Termine – die sogenannten „Deadlines“ – eingehalten werden. Neben seiner Aufgabe als Art-Direktor arbeitet Nicolas Campbell mit seinem Projekt susstudio auch freiberuflich als Designer.

„Man muss sehr organisiert sein, denn oft laufen viele Projekte gleichzeitig“, beschreibt Nicolas Campbell eine der Hauptanforderungen seines Berufs. „Wichtig ist natürlich auch ein kreatives Auge für Details wie Typografie, Farbe und Tonwert.“ Bei der Kontrolle des jeweiligen Seitenlayouts gilt es, schnell und präzise zu erkennen, ob noch Fehler enthalten sind. Präsentationsstärke benötigt der Art-Direktor, um die Kunden von den eigenen Ideen überzeugen zu können. Soft Skills – beispielsweise Teamfähigkeit und ein Gefühl für den angemessenen Umgang mit den Kunden – sind ebenso unerlässlich. Weil die Projekte an Abgabetermine gebunden sind, kommt es in seinem Beruf auch auf ein gutes Zeitmanagement und Flexibilität an. „In meiner Festanstellung habe ich eine relativ konstante Arbeitszeit von ungefähr 10 bis 19 Uhr.“ In besonders heißen Projektphasen kann es abends aber auch mal später werden.

Eine internationale Branche

Sein Bachelorstudium in Industriedesign sowie den Master in Kommunikationsdesign absolvierte Nicolas Campbell in der australischen Metropole Sydney. Er sammelte rund sieben Jahre Berufserfahrung in seiner Heimat, bevor er nach Deutschland kam. „Der Vorteil an der kreativen Branche ist ihre Internationalität.“ Dem Art-Direktor stehen verschiedene berufliche Möglichkeiten offen: „Ein klassischer Einsatzbereich ist die Werbeagentur. Man kann freiberuflich arbeiten oder ein eigenes Studio gründen und damit für verschiedene Auftraggeber tätig sein.“ <<

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