Account-Manager/in; Key-Account-Manager/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Global Key-Account-Manager Industrial Goods

Tätigkeitsfeld:

Vertrieb, Verkauf

Abgeschlossenes Studium in:

Betriebswirtschaftslehre/Kapitalmarkttheorie und Supply Chain Management

BERUFENET:

Account-Manager/in; Key-Account-Manager/in

Wenn man neue Märkte erschließt, ändert sich auch die Lieferkette beim Kunden.

Für Großkunden im Einsatz

Für Daniel Jorke (28) ist der Kunde König. Als Key-Account-Manager ist er deren zentraler Ansprechpartner. Sein Ziel: die Kundenwünsche und das Serviceangebot seines Unternehmens zusammenzubringen.

Nach seinem Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth startete Daniel Jorke mit einem Praktikum beim globalen Logistikdienstleister Kühne + Nagel am Standort Nürnberg. „Die Arbeit in der Logistikbranche hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich ohne den Umweg über den Master gleich in der Praxis bleiben wollte“, sagt er. „In unserer Branche zählt neben dem theoretischen Wissen vor allem die Berufserfahrung."

Berater des Kunden und Vermittler

Heute arbeitet er als Global Key-Account-Manager. In dieser Funktion betreut er Groß- und Schlüsselkunden, die international präsent sind. Großkunden sind solche, die einen gewissen Mindestumsatz im Frachtbereich erfüllen. Diese lagern die Bereiche Transport und Logistik an den Logistikdienstleister aus und können so ihre Unternehmenskennzahlen positiv beeinflussen – und sich gleichzeitig auf ihre Kernaufgaben wie Entwicklung und Produktion konzentrieren.

Als Key-Account-Manager ist Daniel Jorke zentraler Ansprechpartner für die Kunden. Alle seine Belange stimmt er mit internen Stellen im Unternehmen ab. Auch wenn er in seiner Position häufig als Einzelkämpfer agiert, arbeitet er in bereichsübergreifenden Teams. Im Key-Account-Management geht es in erster Linie darum, Kundenbeziehungen zu pflegen und strategisch weiterzuentwickeln. „Ich sehe mich als Berater des Kunden, den ich als Logistik-Profi durch neue Lösungsansätze und Bereitstellung der benötigten Ressourcen optimal unterstützen will.“ Zu dieser Rolle kommt eine Vermittlungsfunktion: Im Kundengespräch werden gemeinsam neue Ideen, Konzepte und Geschäftsfelder entwickelt. Im Gegenzug präsentiert Daniel Jorke dem Kunden neue Konzepte und Dienstleistungen seines Unternehmens. Dabei muss er auf Basis der Kundenanforderungen abwägen, was passt. „Wenn man neue Märkte erschließt, ändert sich auch die Lieferkette beim Kunden“, sagt er. „Das ist auf internationaler Ebene aufgrund der Vielfalt der Kunden und Kulturen besonders spannend."

Flexibles Arbeiten, gute Selbstorganisation

Zu Daniel Jorkes Arbeit gehören auch Auslandsreisen. „Ob sich eine Reise lohnt, hängt davon ab, wo die Entscheidungen in den Unternehmen tatsächlich getroffen werden“, sagt er. „Das ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Für mich waren Reisen nach Nord- und Südamerika zuletzt sinnvoller als nach Asien, weil Entscheidungen von in Asien engagierten Unternehmen oft trotzdem in Deutschland getroffen werden."

Abgesehen von Dienstreisen erfordert auch die monatlich wechselnde Tourenplanung für Kundenbesuche eine gewisse Flexibilität. Das Verarbeiten der täglichen Informationsflut kommt hinzu. „Wenn man im Auto auf dem Weg zum Kunden ist, plant man im Kopf schon den nächsten Termin oder bereitet die letzten Meetings nach“, erklärt er. Hier ist gute Selbstorganisation gefragt. Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, zwischen den Zeilen lesen zu können, helfen bei Kundengesprächen.

Daniel Jorke möchte sich in seinem Unternehmen weiterentwickeln und mehr Erfahrungen sammeln. Für später strebt er eine Führungsposition an. <<

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